Reit- und Sportpferde leiden häufig unter Arthrose. Die degenerative Gelenkerkrankung entsteht durch hohe Belastung, unzureichende Erholung oder frühere Verletzungen. Bisher war die Standardbehandlung eine Kortisoninjektion.
Doch Kortison lindert zwar den Schmerz, beeinflusst die Gelenkschäden aber kaum. Es gibt sogar Hinweise, dass regelmäßige Kortisonspritzen den vorgeschädigten Knorpel zusätzlich belasten könnten.
Forscher des Cotts Equine Hospital in Wales haben nun eine vielversprechende Alternative untersucht, wie scinexx.de berichtet. Sie verglichen bei 167 Pferden mit beidseitiger Lahmheit die klassische Kortisonbehandlung mit einer Stammzelltherapie.
Die Stammzellen wurden aus Spenderblut gewonnen und im Labor so vorbereitet, dass sie sich gezielt an geschädigtem Knorpelgewebe anlagern. Das Ergebnis ist beeindruckend: Beide Methoden beseitigten zunächst die Lahmheit.
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Doch während in der Kortisongruppe 86 Prozent der Pferde einen Rückfall erlitten, waren es in der Stammzellgruppe nur 25 Prozent. Noch deutlicher der Unterschied bei der Dauer: Kortison-Pferde blieben im Schnitt 90 Tage lahmfrei, Stammzell-Pferde dagegen 336 Tage.
Die Wissenschaftler räumen ein, dass es sich um eine Rückblick-Studie handelt und keine randomisierte klinische Untersuchung. Dennoch sind die Daten ein deutlicher Hinweis darauf, dass regenerative Zelltherapien in der Pferdemedizin künftig eine wichtige Rolle spielen werden.