Die Veterinärmedizinische Universität Wien (Vetmed) sucht gesunde Katzen als Studienteilnehmer. In einer weltweit außergewöhnlichen Studie werden erstmals die typischen Bewegungsabläufe gesunder Katzen genau gemessen – ein wichtiger Schritt, um Lahmheiten und schmerzhafte Erkrankungen künftig früher und besser erkennen zu können.
Über 80 Prozent der älteren Katzen sind von schmerzhaften Gelenksabnutzungen (Arthrosen) betroffen, besonders häufig an Hüfte, Knie und Ellbogen. Das Heimtückische: Katzen verbergen Schmerzen meisterhaft. Lahmheiten bleiben deshalb oft lange unentdeckt.
Bisher fehlen objektive Normwerte von gesunden Katzen. Untersuchungen zeigen meist nur, wie kranke Tiere gehen – nicht aber, wie sich eine gesunde Katze in ihrer natürlichen Vielfalt bewegt. Dabei laufen Katzen nicht nur geradeaus: Sie springen, klettern, jagen und überwinden Hindernisse.
In der neuen Studie wird in der Universitätsklinik erstmals gemessen, wie sich die Kräfte auf die vier Pfoten verteilen – beim Bergauf- und Bergabgehen sowie beim Springen. Diese Daten sollen zukünftig als Referenzwerte dienen, um Lahmheiten frühzeitig und eindeutig diagnostizieren zu können.