Kaum sprießen Salat, Erdbeeren oder frische Kräuter, sind sie auch schon da: Schnecken zählen zu den größten Plagegeistern im Garten. Selbst Hochbeete sind vor den gefräßigen Gästen nicht sicher. Doch ausgerechnet ein Gegenstand, der normalerweise im Müll landet, könnte jetzt zum überraschenden Helfer werden: der Kronkorken.
Statt Flaschenverschlüsse wegzuwerfen, können Hobbygärtner daraus eine Barriere gegen Schnecken bauen. Dafür wird doppelseitiges Klebeband entlang der Beetumrandung oder am Pflanzgefäß befestigt.
Anschließend werden die Kronkorken mit der Oberseite dicht an dicht aufgeklebt. Die gezackten Ränder sollen verhindern, dass Schnecken die Begrenzung überwinden und sich über Salat oder Kräuter hermachen.
Wer keine Kronkorken zur Hand hat, kann auf andere natürliche Hindernisse setzen. Häufig werden Sägespäne, Rindenmulch oder Schafwolle rund um die Pflanzen verteilt. Sie sollen den Tieren den Weg erschweren.
Im Fachhandel gibt es außerdem spezielle Schneckenzäune aus Draht oder Kunststoff. Kupferbänder und Kupferdraht werden ebenfalls oft empfohlen – ihre Wirksamkeit wird allerdings unterschiedlich bewertet.
Zu den bekanntesten Hausmitteln zählen auch Kaffeesatz oder Haferflocken. Von Bierfallen raten viele Gartenexperten jedoch eher ab. Zwar zieht der Geruch Schnecken zuverlässig an, allerdings nicht nur die eigenen.
Im schlimmsten Fall lockt die Bierfalle zusätzliche Schnecken aus der Nachbarschaft an. Wer sie dennoch einsetzen möchte, sollte sie möglichst am Rand des Gartens platzieren, damit die Tiere nicht zuerst das Gemüsebeet leer fressen.