Die wochenlange Trockenheit macht sich nun auch an einem der beliebtesten Seen Österreichs bemerkbar. Am Attersee in Oberösterreich ist der Wasserstand so stark gesunken, dass die Linienschifffahrt ihren Betrieb teilweise umstellen musste, berichtet der ORF. Für Ausflugsgäste bedeutet das: Zwei Anlegestellen können derzeit nicht mehr bedient werden.
Der niedrige Pegel verändert das Bild am See deutlich. Entlang der Ufer werden immer größere Flächen sichtbar, die sonst unter Wasser liegen. Steine und Sandbänke, die normalerweise verborgen sind, ragen nun aus dem See heraus. Die anhaltende Trockenperiode hinterlässt damit nicht nur optische Spuren, sondern wirkt sich inzwischen auch auf den Ausflugsverkehr aus.
Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung am Pegel beim Ausfluss des Attersees in die Ager in Kammer. Nach Angaben des Landes Oberösterreich lag der Wasserstand dort am Freitag nur noch bei 104 Zentimetern. Mitte Juni hatte der Pegel noch bei etwas mehr als 130 Zentimetern gelegen. Innerhalb weniger Wochen ist der Wasserstand damit deutlich zurückgegangen.
Die Folgen sind mittlerweile auch auf dem See selbst zu spüren. Weil das Wasser fehlt, erreichen die Schiffe an einzelnen Stellen nicht mehr die notwendige Tiefe, um sicher anlegen zu können.
Von den Einschränkungen betroffen sind derzeit die Anlegestellen Kammer und Seewalchen. Diese können von den Schiffen der Attersee-Schifffahrt vorübergehend nicht mehr angefahren werden. Der reguläre Linienbetrieb muss deshalb angepasst werden.
Für Fahrgäste bedeutet das, dass sie ihre Route entsprechend planen müssen. Andere Bereiche des Linienverkehrs bleiben vorerst weiterhin in Betrieb.
Die Attersee-Schifffahrt verfolgt die Entwicklung nach eigenen Angaben laufend. In einer Aussendung erklärt das Unternehmen: "Die Entwicklung der Wasserstände werde laufend beobachtet."
Ob und wann die beiden Anlegestellen wieder regulär angefahren werden können, hängt von der weiteren Entwicklung des Wasserstands ab. Sollte es in den kommenden Tagen oder Wochen ausreichend regnen, könnte sich die Situation wieder entspannen. Bleibt die Trockenheit hingegen bestehen, könnten die Einschränkungen länger andauern.
Die aktuelle Situation verdeutlicht, wie stark die anhaltende Trockenperiode inzwischen auch beliebte Ausflugsziele im Salzkammergut beeinflusst. Während sich Spaziergänger über breitere Uferbereiche wundern, müssen sich Schifffahrtsbetriebe bereits auf die veränderten Bedingungen einstellen.
Noch ist die Einschränkung auf zwei Anlegestellen begrenzt. Die weitere Entwicklung hängt nun davon ab, ob der Attersee in den kommenden Tagen wieder ausreichend Wasser erhält oder der Pegel weiter sinkt.