Energiewende in Deutschland

Alle 16 Länder rebellieren gegen Wirtschaftsministerin

In Deutschland wehren sich alle 16 Bundesländer gegen Energiepläne von Ministerin Reiche. Diese war beim entscheidenden Treffen aber krank.
Newsdesk Heute
23.05.2026, 07:31
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Die deutschen Bundesländer haben sich geschlossen gegen wichtige Reformpläne von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche gestellt. Bei einer Energieministerkonferenz in Niedersachsen lehnten alle 16 Länder den sogenannten Redispatchvorbehalt ab.

Mit dem Gesetzesentwurf will Reiche neue Ökostrom-Anlagen künftig ohne Entschädigung abschalten lassen, wenn die Stromnetze überlastet sind. Die Länder fürchten, dass dies den Ausbau erneuerbarer Energien ausbremsen würde.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Wie n-tv.de berichtet, fehlte die Ministerin selbst bei dem wichtigen Treffen krankheitsbedingt – sie wurde nur zeitweise durch einen digital zugeschalteten Staatssekretär vertreten. Das sorgte bei einigen Länderministern für Unmut.

Grüne sprechen von Sabotage

"Einstimmig haben wir gesagt, dieser Vorschlag ist für uns nicht zielführend", erklärte Gastgeber und Energieminister Christian Meyer. "Wir wollen eine erfolgreiche Energiewende." Schleswig-Holsteins Energieminister Tobias Goldschmidt warnte vor einer "Netzbremse".

Auch aus dem Bundestag kam Kritik: Grünen-Energiepolitiker Michael Kellner sprach von "Sabotage der Energiewende" durch Reiche. Die Länder lehnten auch Reiches Plan ab, die Förderung kleiner Solaranlagen unter 25 Kilowatt ab 2027 auslaufen zu lassen.

Die Energieminister forderten zudem den Aufbau einer strategischen Gasreserve für Krisenfälle sowie die im Koalitionsvertrag versprochene Senkung der Stromsteuer auch für private Haushalte.

{title && {title} } red, {title && {title} } 23.05.2026, 07:31
Jetzt E-Paper lesen