Allergie nicht erkannt und Mutter für verrückt gehal...

Eine Mutter wollte nicht hinnehmen, dass ihr krankes Kind falsch behandelt wurde. Nach langem Leidensweg wurde ihr die Tochter weggenommen. Denn die Mama sei verrückt. In Wahrheit ist sie Ärztin.

Dieser Fall macht fassungslos: Vergangenen Mai merkte die Allgemeinmedizinerin Ingrid F. (Name geändert) besorgt, dass ihre Tochter Anna (1) plötzlich das Aptamil-Fläschchen verweigerte. Das Kind magerte ab, wirkte bald dehydriert.

Erst acht Monate später stellte sich heraus: Anna hatte nach einer Infektion eine Kuhmilch- Unverträglichkeit entwickelt. Nach jeder Mahlzeit bekam sie Bauchschmerzen – und bald eine massive Essstörung.

Mama Ingrid suchte Hilfe bei Spezialisten. Die Ärztin (40) aus Kärnten ist eine Powerfrau (Matura mit Vorzug, Studium unter Mindestzeit). Also nahm sie nicht einfach hin, dass ihr Mädchen nicht gesund wurde. Folge: ein Marathon durch Kliniken in vier Bundesländern. "Aber es gab immer nur kurze Besserung, dann wieder Komplikationen."

Mit jedem Misserfolg wuchs die Verzweiflung der Mutter. Sie schlug Behandlungen vor, ließ nicht locker, bis ein Salzburger Oberarzt genervt meldete: Ingrid F. leide wohl am "Münchhausen-Syndrom". Heißt: Sie würde ihr Kind quälen, um bei der Therapie dann besonders fürsorglich zu erscheinen.

Resultat: Wegen "Gefahr in Verzug" nahm die Fürsorge der Mama ihr Kind monatelang ab. Mittlerweile wurde Annas Krankheit erkannt – und drei Gutachten belegen: Dr. Ingrid F. ist psychisch gesund.

Jetzt schlägt die Medizinerin mit Topanwalt Josef Wegrostek zurück: Es wird Klagen regnen – von Rufschädigung bis zu Schadenersatz.

 

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