Alles nur Blabla? Das bleibt vom Klimagipfel

Demo am Montag vor dem Wiener Umweltministerium.
Demo am Montag vor dem Wiener Umweltministerium.Mitja Kobal
Die COP26 in Glasgow ist Geschichte, aber schreibt sie auch eine? "Heute" hat sich mit Global 2000 die Resultate angeschaut.

Ziele unstrittig

Es wurde anerkannt, dass die bisherigen Klimapläne nicht ausreichen, um das 1,5-°C-Ziel einzuhalten. Und außerdem, dass bis 2030 die Treibhausgasemissionen um 45 Prozent sinken müssen.

Beschlüsse, aber …

Alle Staaten werden aufgerufen, ihre Klimapläne bis 2022 nachzubessern – aber ohne Verbindlichkeit. Mangels fixer Beschlüsse einigte man sich auf ein nicht näher definiertes "Arbeitsprogramm".

Neue Autos

Österreich hat sich gemeinsam mit 23 anderen Staaten und Autobauern in einer Deklaration auf ein Ende des Verbrennungsmotors bis 2035 festgelegt.

Kooperation

Die USA und China haben angekündigt, beim Klimaschutz zusammenarbeiten zu wollen. Noch ist unklar, was herauskommt, aber eine Verständigung der zwei Länder mit den höchsten Emissionen auf echte Klimaschutzmaßnahmen – z. B. einen Kohleausstieg – könnte viel bewirken.

Gut, aber zu spät

Alle Staaten sollen 2025 neue Klimaschutzpläne mit einem Zeithorizont bis 2035 vorlegen – fürs 1,5-°C-Ziel ist dieser Zeitraum schon zu spät, wenn nicht jetzt mehr getan wird.

Freispiel

Es werden Kohlenstoffmärkte eingerichtet, mit denen man sich von freiwilligen (!) Zusagen freikaufen kann. Statt verbindlicher Nachbesserung der Klimapläne, kommt der Freikauf durch CO2-Zertifikate. Der Geist ist aus der Flasche.

Ende ohne Termin

Ein Fahrplan zum Ausstieg aus Öl, Gas und Kohle inklusive Abbau von Subventionen für fossile Energie fehlt. Aber: Erstmals wurde in einer Abschlusserklärung erwähnt, dass der Kohleverbrauch sinken soll.

Augenauswischerei

Mit zahllosen Deklarationen wurde auf der Konferenz Greenwashing betrieben. So kündigen mehr als 100 Staaten einen Stopp der Entwaldung bis 2030 an – ohne jede Verbindlichkeit.

Mutmacher

Die Zivilgesellschaft hat mit zahlreichen Aktionen ein deutliches Lebenszeichen gegeben. Junge Menschen und Umweltschützer stellen klar, dass sie nicht lockerlassen werden.

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