Allnatura im Test: Beistellbett mit vielen Variablen

Mit einem Neugeborenen muss zwangsläufig auch einiges an Geld ausgegeben werden. Doch welche Produkte sind hierbei sinnvoll? "Heute" macht den Test.

Ist ein Baby unterwegs, stellt sich für alle Eltern die Frage, wo es schlafen soll. Während die einen auf ein Familienbett setzten, in dem die Eltern mit dem Neugeborenen liegen, richten die anderen ein komplettes Kinderzimmer ein, in dem sich auch ein Gitterbett befindet. Andere wiederum möchten ihr Baby ganz nah bei sich haben und nutzen dazu ein Beistellbett.

Beistellbett "Piccino"

Schon bei der Lieferung fielen meinem Partner und mir auf, wie schwer das Bett für diese Größe ist. Das ist allerdings kein negatives Kriterium, denn das "Piccino" besteht aus Vollholz und ist dementsprechend stabil und langlebig. Allerdings war der Aufbau nicht ganz so erfreulich: An der unteren Seite von einem der drei Teile war das Holz zur Hälfte durchgebrochen, wo ein Loch für eine Schraube vorgebohrt war.

Wir haben die Stelle deshalb kurzerhand mit Holzleim verklebt und bis zum nächsten Tag trocknen lassen. Der restliche Aufbau verlief zu zweit aber völlig reibungslos. Die Anleitung war verständlich geschrieben und die ganze Arbeit dauerte im Endeffekt nicht länger als eineinhalb Stunden. Punkten kann das Bett auf jeden Fall mit der stufenlosen Liegefläche, wodurch es egal ist, wie hoch oder niedrig das Elternbett ausfällt.

Bettchen für einige Monate

Um das Beistellbett an Mamas und Papas Bett zu montieren, müssen die mitgelieferten Haken am Babybett befestigt werden, die dann an den Rahmen vom Elternbett eingeklemmt werden. Weil unser eigenes Bett auch aus Vollholz ist, haben wir uns dazu entschieden kleine Streifen aus Schaumgummi an die Haken zu kleben, damit hier keine Kratzer entstehen können. Ob das nun wirklich nötig ist, kann ich im Endeffekt nicht sagen. Wir wollten allerdings nichts riskieren.

Das Beistellbett von Allnatura hat mit 43x86 cm eine angenehme Größe für Neugeborene: Sie passen gut rein und fühlen sich darin auch nicht vollkommen verloren, wie in einem Gitterbett. Denn das erste Jahr über sollte das Bettchen der Babys sicherheitshalber keine Decken, Stillkissen, Kuscheltiere oder andere Dinge enthalten. Aber auch an der Seite vom Elternbett nimmt es nicht so viel Platz ein, sodass ich gut auf meiner eigenen Seite ein- und aussteigen kann.

Wer sich für ein Beistellbett dieser Größe entscheidet, muss sich aber im Klaren sein, dass das Baby in einigen Monaten daraus herausgewachsen sein wird und dann schon ein Gitterbett her muss.

Schutzgitter für Beistellbett

Durch die Form und den vorgebohrten Löchern ist es möglich das Beistellbett auch umzufunktionieren. Mit dem Schutzgitter, das zusätzlich gekauft werden kann, kann das Bettchen zu einem Stubenwagen umgebaut werden. So hat man sein Baby immer nah bei sich, was in einem Haus oder in einer zweistöckigen Wohnung von Vorteil sein kann.

Weiteres Zubehör wie Rollen können ebenfalls dazugekauft werden. So lässt sich der Stubenwagen dann auch bequem von einem Zimmer ins nächste schieben. Allerdings ist es etwas aufwendig das Beistellbett nachts und den Stubenwagen unter Tags zu verwenden, weil man das Bettchen ständig umbauen müsste.

Das Schutzgitter kann aber sonst auch am Beistellbett befestigt bleiben, während es am Elternbett steht. Das hat den Vorteil, dass die Babys in einer sicheren Schlafumgebung sind und Mama und Papa nicht im selben Zimmer sein müssen. Hierfür darf aber ein Babyfon nicht fehlen.

Beistellbett-Matratze "Piccino"

Es gibt unzählige Matratzen für Babys am Markt. Dennoch sollte man sich viele Gedanken darüber machen, welche für sein Kind die richtige ist. Eine Babymatratze darf nämlich nicht zu weich sein, da sonst Erstickungsgefahr besteht, wenn sich das Kind mal zufällig auf den Bauch drehen sollte.

Die Matratze von Allnatura hat einen elastischen Kern aus latexierten Kokosfasern und fühlt sich dementsprechend fest an. Anfangs waren wir noch unsicher, ob sie nicht zu fest ist. Eine Druckprobe mit den Händen hat uns aber gezeigt, dass die Matratze sehr wohl nachgiebig ist, das Gesicht des Babys aber nicht darin einsinken kann.

Wichtig bei einer Matratze ist außerdem, dass sie atmungsaktiv und gut klimatisierend ist. Das konnten wir zwar nicht überprüfen, allerdings klingt es bei einem Kern aus Kokosfasern doch recht plausibel. Die Matratze verfügt zudem auch über einen abnehmbaren und waschbaren Überzug aus Bio-Baumwolle, der sich auch nach dem Waschen und Trocknen gut überziehen lässt.

Baby-Feinjersey-Spannbetttuch "Piccino"

Passend zur Matratze gibt es von Allnatura auch ein Spannbetttuch, allerdings nur in einer Ausführung: Die Farbe ist Beige, passt also zum Vollholz des Beistellbetts selbst, und hat die eckig-runde Form der Matratze selbst.

Das Laken hat auch nach dem Waschen und Trocknen immer noch die Form beibehalten und hat dadurch auch immer noch einen guten Sitz auf der Matratze. Wer auf Naturmaterialien und -farben steht, kann hier also nichts falsch machen.

Öko-Nestchen "Piccino"

Ebenso naturbelassen wie das Spannbetttuch ist das Nestchen, das um die Gitterstäbe des Beistellbetts befestigt werden. Es besteht aus Bio-Baumwolle und ist ebenfalls beige gehalten. Nur beim Waschen und Trocknen ist aufgefallen, dass es etwas knittrig geblieben ist. Das liegt aber auch vielleicht daran, dass ich es mit niedrigen Temperaturen getrocknet hab.

Baut man das Beistellbett später in einen Laufstall um, kann man ein zweites Nestchen dazu nutzen, um die Innenseite abzupolstern oder das Baby vor Luftzug zu schützen.

Fazit

Das Beistellbett sowie das gesamte "Piccino"-Zubehör ist nicht nur einmalig verwendbar, es lässt sich auch später immer wieder umbauen. So kann ein Stubenwagen, ein Laufstall, ein Hochstuhl oder sogar ein größeres Kinderbett gebaut werden. Dazu muss das Zubehör allerdings extra gekauft werden.

Der Preis für das Bett und das Zubehör ist recht hoch, allerdings stimmt hier die Qualität und somit das Preis-Leistungs-Verhältnis. Auch wenn unser Beistellbett einen kleinen Bruch hatte, ist es kein Problem solche Mängel rechtzeitig zu reklamieren und einen Ersatz zu erhalten. Mein Partner und ich konnten das Problem allerdings sehr gut selbst beheben, wodurch wir der Umwelt mit der gesparten Lieferung bestimmt einen Gefallen getan haben.

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