"Halt dein Maul, sonst ..."

Alpinist attackiert – Aggro-Bergführer droht Haftstrafe

Wilde Szenen am Großglockner! Nach einem Streit brannten einem Bergführer die Sicherungen durch. Er griff einen anderen Alpinisten an.
Newsdesk Heute
28.08.2026, 20:59
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Es sind unfassbare Szenen, die sich am Großglockner abspielten. Ein polnisches Paar war gerade mit dem Abstieg beschäftigt. Der Mann filmte die Bergtour mit seiner Helmkamera. Zu diesem Zeitpunkt konnte er noch nicht ahnen, dass kurz darauffolgenden Szenen auf Instagram viral gehen sollten.

Grund dafür war ein "Bergführer", der sich näherte, während die Frau des Polen hinunterkletterte. Der Pole begrüßte den anderen Mann und seine Gruppe mit einem freundlichen "Servus", was unbeantwortet blieb. Dann eskalierte die Lage.

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So kam es zur Attacke

Der Bergführer wollte sich mit seiner Gruppe an dem Ehepaar vorbeidrängeln. Dass eigentlich der Partner der Frau als Nächstes hinterher sollte, wurde mit einem lapidaren "Na na na" quittiert, während der Bergführer nur Zentimeter entfernt von ihr abstieg. Aufgrund des gefährlichen Verhaltens des Mannes rutschte dem Polen der Satz "Bist du verrückt, oder was?" hinaus. Dies führte dazu, dass dem Bergführer die Sicherungen durchbrannten.

"Ich bin Bergführer, halt dein Maul! Sonst komm ich rauf und geb dir eine", so der Mann. Als der Pole dann darauf hinwies, dass durch die Handlungen des Bergführers ein Stau entstanden sei, drehte dieser um und attackierte den Mann. Er packte den Ehemann bei den Armen und bedrängte ihn während dieser nur knapp vom Abgrund entfernt stand. Dabei schrie er immer wieder "Benimm dich! Benimm dich! Benimm dich!"

Polizei ermittelt

Der Vorfall ereignete sich am 22. August am Mürztaler Steig auf dem Weg zur Adlersruhe (Erzherzog-Johann-Hütte) und könnte nun ein rechtliches Nachspiel haben. Am Freitag hatte eine Person, die das Video gesehen hatte, Anzeige bei der Polizei Matrei in Osttirol erstattet, berichtet die "Kronen Zeitung".

Die Polizei hat in dem Fall bereits Kontakt mit der Staatsanwaltschaft Innsbruck aufgenommen und erste Ermittlungen eingeleitet. Demnach geht es um den Verdacht der Gefährdung der körperlichen Sicherheit. Dem Bergführer, der laut Bericht aus der Steiermark kommen soll, drohen bis zu drei Monate Haft.

Berufliche Konsequenzen

Berufliche Konsequenzen hat es für den Bergführer bereits gegeben. Ihm wurde der Auftrag vom Kalser Berg- und Skiführerverein vermittelt. Gleichzeitig wurde betont, dass der Mann jedoch kein Vereinsmitglied sei. Aufträge werde man an ihn nun keine mehr vermitteln. Sein Verhalten sei "katastrophal und absolut inakzeptabel" gewesen. Bei dem Polen habe man sich bereits entschuldigt.

Der betroffene Bergführer schweigt zu dem Vorfall. Seitens des Kalser Bergführerbüros hieß es auf Anfrage der Tageszeitung, dass sich der Mann nicht äußern wolle. Indes hat sich der Österreichische Berg- und Skiführerverband von dem Aggro-Bergführer distanziert. Von einem "zwischenmenschlich und alpinistisch untragbaren" Verhalten war die Rede. Nun sei der Landesverband, dem der Mann angehört, am Zug.

{title && {title} } red, {title && {title} } 28.08.2026, 20:59
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