Am Mittwoch gegen 14 Uhr kam es in Wien zu einem Einbruchsdiebstahl in einem Einfamilienhaus im 23. Bezirk. Als der 61-jährige Hausbesitzer am Nachmittag sein noch unbewohntes, neu errichtetes Haus betrat, bemerkte er sofort deutliche Einbruchsspuren. Ohne zu zögern, verständigte er den Polizeinotruf.
Wenig später trafen Beamte des Stadtpolizeikommandos Liesing am Einsatzort ein. Schon bei der ersten Durchsicht des Hauses stießen die Polizisten auf Hinweise, dass der Täter sich offenbar länger im Gebäude aufgehalten hatte. Direkt beim eingeschlagenen Fenster wurde eine Eisenstange gefunden, die mutmaßlich als Tatwerkzeug verwendet wurde.
Im Inneren des Hauses machten die Ermittler eine weitere überraschende Entdeckung: Der Einbrecher dürfte sich dort ein provisorisches Lager eingerichtet haben. Neben persönlichen Gegenständen fanden die Beamten auch einen Lichtbildausweis sowie noch warme Speisereste. Der Täter dürfte das Haus als Unterschlupf genutzt haben.
Während die Polizei das Haus absuchte, meldeten sich aufmerksame Passanten. Sie gaben den Beamten den entscheidenden Hinweis auf einen verdächtigen Mann, der durch angrenzende Gärten flüchtete. Die Einsatzkräfte reagierten sofort, nahmen die Verfolgung auf und konnten den Mann wenig später anhalten.
Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich laut Polizei um den Besitzer des im Haus gefundenen Ausweises, einen 31-jährigen Syrer. Er ist bereits polizeibekannt. Der Mann wurde vorläufig festgenommen und später auf freiem Fuß wegen des Verdachts des Einbruchsdiebstahls angezeigt. Dem Hauseigentümer entstand ein Schaden in Höhe von mehreren tausend Euro.