Orioniden

Am Wochenende blitzen die schnellsten Sternschnuppen

Der Orioniden-Meteoritenschauer wird am frühen Samstagmorgen seinen Höhepunkt erreichen und bis zu zwanzig Meteore pro Stunde abregnen.

Heute Life
Am Wochenende blitzen die schnellsten Sternschnuppen
Die Orioniden sind etwa doppelt so schnell wie die meisten anderen Sternschnuppen.
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Die Sternschnuppen entstammen dem Schweif des Halleyschen Kometen, der etwa alle 75 Jahre in unseren Himmel eintaucht. Bei seinem Vorbeiflug hinterlässt er felsige, staubige Trümmer. Sobald diese mit unserer Atmosphäre kollidieren, erzeugen sie einen Meteorschauer. Ihren Namen haben die Orioniden von ihrem Radiant, von dem sie scheinbar ausströmen, welcher im Sternbild Orion liegt – nicht zu verwechseln mit dem Orionnebel.

Das Sternbild Orion ist eines der hellsten und bekanntesten Sternbilder am Nachthimmel.
Das Sternbild Orion ist eines der hellsten und bekanntesten Sternbilder am Nachthimmel.
Getty Images/iStockphoto

Die beste Zeit, um die Orioniden zu sehen, ist von Mitternacht bis zur Morgendämmerung, wenn der Schauer zwischen Freitag und Sonntag seinen Höhepunkt erreicht. 20 Sternschnuppen pro Stunde haben die Astronomen für die kommenden Nächte in Aussicht gestellt. Doch Vorsicht: Bei bis zu 66 Kilometern pro Sekunde (!) kann es schwierig sein, sie zu sehen.

Feuerkugeln zu beobachten

In manchen Jahren gab es schon vierzig oder gar siebzig Sternschnuppen pro Stunde. Manchmal zieht sich der Höhepunkt auch über mehrere Nächte, mal mit gleichbleibend hohen Fallraten, mal mit stark wechselnder Anzahl an Meteoren.

Laut NASA sind die Orioniden dafür bekannt, gelegentlich eine Feuerkugel zu entfachen — eine besonders helle Sternschnuppe, die einen spektakulären Anblick bietet. Um deine Chancen zu erhöhen, diese zu sehen, solltest du einen dunklen Himmel fernab von Lichtverschmutzung aufsuchen und nach Südosten schauen. In Wien stehen die Chancen deshalb am besten auf den Hausbergen – also Kahlenberg, Nussberg, am Cobenzl sowie im Sterngarten Georgenberg.

Kleiner Tipp: Schau nicht nur Richtung Sternbild Orion, sondern mit einem Winkel von 45 bis 90 Grad daneben. Dann erscheinen die Meteor-Spuren deutlich länger als im Zentrum des Radianten.

Leuchtendes Phänomen für Frühaufsteher

Doch nicht nur Sternschnuppen hat der Oktober zu bieten, sondern auch ein seltenes Schauspiel: das Zodiakallicht oder Tierkreislicht. Um dieses Phänomen zu beobachten, musst du jedoch früh aufstehen: Such dir eine Stunde vor Sonnenaufgang bei sehr klarem Himmel einen erhöhten Aussichtspunkt und schau nach Osten: Dort erscheint in der frühen Dämmerung manchmal für ein bis zwei Stunden eine "dreieckige oder kegelförmige Säule aus schwachem Licht, die sich vom Horizont nach oben erstreckt", so die NASA.

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    Sternenhimmel über dem Dachstein und dem Filzmooser Tal zur Zeit der höchsten Sternschnuppen Dichte vom Rossbrand aus gesehen.
    Sternenhimmel über dem Dachstein und dem Filzmooser Tal zur Zeit der höchsten Sternschnuppen Dichte vom Rossbrand aus gesehen.
    (Bild: kein Anbieter/picturedesk.com)
    red
    Akt.