Wer über Amazon verkauft und den Versand über das Fulfillment-Netzwerk des Konzerns abwickeln lässt, muss sich auf steigende Kosten einstellen. Ab dem 17. April werden Treibstoffaufschläge für die europäischen Amazon-Portale erhoben.
Das betrifft die Onlineportale für Deutschland, Belgien, Frankreich, die Niederlande, Irland, Italien, Polen, Schweden, Spanien und das Vereinigte Königreich. Amazon.de bedient auch die Kunden in Österreich und Liechtenstein.
Laut heise.de begründet Amazon den Unterschied zwischen Europa und Nordamerika nicht näher. Möglicherweise spürt der Konzern in Europa höheren Wettbewerbsdruck und hält sich daher zurück.
Der jüngste Anstieg der Treibstoffpreise ist eine Folge des Iran-Kriegs. Öl- und Gasexporte aus der Golfregion bleiben weitgehend aus. Das geringere Angebot am Weltmarkt hat die Preise weltweit steigen lassen.
Viele europäische Staaten haben ihre Abgaben und Steuern auf Treibstoffe zum Aprilbeginn gesenkt - darunter auch Österreich, Irland, Italien, Portugal und Spanien.
"Wir haben die Kostensteigerungen bislang absorbiert", erklärte ein Amazon-Sprecher. "Aber wenn die Kosten hoch bleiben, implementieren wir vorübergehende Aufschläge, wie andere Beförderer auch, um diese Kosten teilweise abzudecken."