Vergleichsplattform deckt auf

Shopping-Schock! Dieser Klick kann dich 1.541 € kosten

Spontan gekauft, dabei gibt’s das Produkt anderswo deutlich günstiger. Eine Auswertung zeigt, wie groß die Preisunterschiede tatsächlich sein können.
Team Wirtschaft
06.03.2026, 12:15
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Die Teuerung beschäftigt die Menschen im Land weiterhin massiv. 87 Prozent der Österreicher nennen Inflation und steigende Lebenshaltungskosten derzeit als größte Sorge. Gleichzeitig sorgt das Einkaufen selbst für Frust: Zwei Drittel der Bevölkerung fühlen sich durch Preise, Rabatte oder Zusatzkosten häufig belastet. Besonders betroffen sind Frauen sowie Menschen mit niedrigem Einkommen.

Vor allem Lebensmittel- und Energiepreise sorgen für Ärger

Das zeigt eine repräsentative Studie des Marktforschungsinstituts Marketagent unter 1.000 Befragten im Auftrag der Preisvergleichsplattform idealo. Der Ärger über hohe Preise ist weit verbreitet – vor allem bei Dingen des täglichen Lebens. 89 Prozent nennen Lebensmittel als größten Preisfrust, dicht gefolgt von Energiekosten mit 86 Prozent.

73 Prozent fühlten sich schon über den Tisch gezogen

Ein bekanntes Szenario sorgt zusätzlich für Ärger bzw. für Preisfrust: 73 Prozent der Befragten haben schon erlebt, dass ein Produkt kurz nach dem Kauf anderswo deutlich günstiger angeboten wurde. Viele versuchen deshalb, vor dem Kauf Preise zu vergleichen. 84 Prozent investieren dafür bewusst Zeit, wenn sie dadurch spürbar sparen können. Ebenso viele wünschen sich transparente Preisverläufe, um besser einschätzen zu können, wann ein guter Zeitpunkt zum Kaufen ist.

Gewaltige Unterschiede bei identen Produkten möglich

Dass sich ein Vergleich tatsächlich lohnen kann, zeigt eine aktuelle Preisauswertung identischer Produkte bei Online-Händlern. Besonders bei Elektronik sind die Unterschiede enorm. Beim Samsung-Fernseher GQ83S90FAE mit 83 Zoll Bildschirmdiagonale etwa reicht die Preisspanne vom teuersten zum günstigsten gelisteten Angebot von 3.759 Euro bis 2.217 Euro. Die Differenz beträgt damit 1.541 Euro.

Weitere Beispiele für Preisunterschiede:

  • Kinderwagen (Maxi-Cosi Zelia S Trio All Grey): Tiefstpreis 255 Euro, Höchstpreis 356 Euro – Differenz 101 Euro (Zeitraum: 366 Tage), aktueller Preis 307 Euro
  • Waschmaschine (Miele WWA 120 WCS): Tiefstpreis 688 Euro, Höchstpreis 799 Euro – Differenz 111 Euro (Zeitraum: 344 Tage), aktueller Preis 699 Euro
  • Smartphone (Apple iPhone 17): Tiefstpreis 803 Euro, Höchstpreis 949 Euro – Differenz 146 Euro (Zeitraum: 173 Tage), aktueller Preis 814 Euro

Frauen leiden mehr unter Preisfrust

Auch beim Preisfrust zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen. 67 Prozent der Frauen fühlen sich durch Preise und Rabatte häufig belastet, bei Männern sind es 60 Prozent. Beim Einkauf auf Billigplattformen plagt Frauen zudem häufiger ein schlechtes Gewissen: 33 Prozent berichten davon, bei Männern sind es 21 Prozent. Gleichzeitig lassen sich 81 Prozent der Frauen bei Modekäufen von Rabatten beeinflussen.

90 Prozent vertrauen österreichischen Shops

Beim Vertrauen in Online-Anbieter liegen österreichische und europäische Shops klar vorne. 90 Prozent der Befragten vertrauen österreichischen Anbietern, 84 Prozent europäischen. Deutlich geringer ist das Vertrauen in amerikanische Anbieter mit 34 Prozent und in chinesische Plattformen mit nur 18 Prozent. Gleichzeitig nehmen 78 Prozent sehr große Preisunterschiede zwischen europäischen Shops und außereuropäischen Plattformen wahr.

Zwei Drittel bevorzugen gezielt europäische Anbieter

Trotz günstigerer Angebote außerhalb Europas entscheiden sich zwei Drittel der Konsumenten bewusst für heimische oder europäische Anbieter. 67 Prozent geben an, auch dann dort zu kaufen, wenn Plattformen aus anderen Regionen billiger wären – etwa wegen Qualitätsstandards oder Arbeitsbedingungen.

Billigplattformen bei den Jungen ein Hit

Deutlich zeigen sich auch Unterschiede zwischen den Generationen. Während bereits acht von zehn jungen Österreichern aus der Generation Z oder den Millennials auf Billigplattformen eingekauft haben, ist es bei den Babyboomern nur etwa jede zweite Person.

{title && {title} } tmw, {title && {title} } Akt. 06.03.2026, 13:34, 06.03.2026, 12:15
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