Regierung soll handeln

Sprit-Schock! ÖGB fordert Preisbremse an der Zapfsäule

Innerhalb von nur einer Woche ist Sprit laut ÖGB um bis zu 17 Cent pro Liter teuer geworden. Die Gewerkschaft fordert deshalb eine Spritpreis-Bremse.
Team Wirtschaft
06.03.2026, 11:50
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Autofahrer stöhnen: Innerhalb von nur einer Woche ist der Spritpreis in Österreich um 12 bis 17 Cent pro Liter nach oben geschossen. Der ÖGB ortet einen "massiven Preisschock" und fordert nun sogar einen staatlichen Eingriff in die Preisgestaltung.

Drastischer Preisanstieg sorgt für Ärger

Der jüngste Preissprung an den Zapfsäulen sorgt für heftige Kritik. ÖGB-Bundesgeschäftsführerin Helene Schuberth spricht von einer Entwicklung, die für viele Menschen kaum noch nachvollziehbar sei.

"Dieser drastische Anstieg ist nicht erklärbar", so Schuberth. Vor allem Arbeitnehmer und Pendler würden die steigenden Kosten unmittelbar spüren. Innerhalb weniger Tage seien die Preise deutlich nach oben geschnellt – ein Trend, der viele Haushalte zusätzlich unter Druck setzt.

Preise steigen schnell – sinken aber nur langsam

Besonders problematisch sei laut ÖGB, dass die Preisentwicklung am Spritmarkt oft einseitig funktioniert. Steigen die Rohölpreise auf den internationalen Märkten, würden die höheren Kosten meist innerhalb weniger Stunden an den Tankstellen weitergegeben.

Gehen die Ölpreise jedoch zurück, komme diese Entlastung oft verspätet oder gar nicht bei den Konsumenten an. Als Beispiel nennt der ÖGB das vergangene Jahr: Obwohl die internationalen Ölpreise um rund 30 Prozent gesunken seien, hätten sich die Spritpreise in Österreich kaum nach unten bewegt.

Ruf nach staatlichem Eingriff

Angesichts der aktuellen Entwicklung fordert der ÖGB nun rasche politische Maßnahmen. Zwar begrüße man, dass der Treibstoffmarkt künftig genauer untersucht werden soll – doch das dauere zu lange.

Schuberth bringt deshalb eine Margenregelung ins Spiel. Auf Basis des Preisgesetzes könne der Staat in die Preisgestaltung eingreifen und Obergrenzen für Gewinnmargen prüfen.

Damit könnten laut Gewerkschaftsbund Übergewinne verhindert und extreme Preissprünge gedämpft werden. Ziel sei es, Arbeitnehmer und Pendler langfristig vor weiteren Belastungen zu schützen.

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