Jetzt wird es ernst

"Stimmt etwas nicht" – Regierung sagt Sprit-Hammer an

Am Donnerstag tritt erstmals die neue Preiskommission zusammen. Als erstes Projekt hat sie sich die ungewöhnlich hohen Spritpreise vorgenommen.
Newsdesk Heute
29.01.2026, 09:00
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"Wenn der Ölpreis sinkt, die Preise an der Zapfsäule aber nicht, dann stimmt etwas nicht."

Donnerstagnachmittag ist es deswegen so weit: Die Preiskommission der Regierung tritt erstmals in neuer Besetzung zusammen und unterzieht die Entwicklung der Spritpreise einer Sonderprüfung.

Hintergrund ist die seit Jahren herrschende Diskrepanz zwischen sinkenden Rohölpreisen am Weltmarkt und weitgehend stabilen oder sogar steigenden Preisen für Benzin und Diesel in Österreich. Die Kommission soll nun klären, wo und wieso diese Preisnachlässe entlang der Wertschöpfungskette verloren gehen.

Wer verdient sich Körberlgeld?

"Seit dem Jahr 2022 hat sich der Rohölpreis etwa halbiert, die Preise an der Zapfsäule sind aber nur um rund 30 Prozent gesunken. Allein im Jahr 2025 ist der Ölpreis um fast 30 Prozent gefallen, während die Spritpreise quasi stillstehen", wundert sich Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig.

"Das ist nicht nachvollziehbar. Wenn der Ölpreis sinkt, die Preise an der Zapfsäule aber nicht, dann muss hier jemand ein Körberlgeld verdienen und da werden wir jetzt genauer hinschauen", kündigt sie an.

AK & ÖGB begrüßen Untersuchung

Mitglied der neuen Preiskommission sind der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB), die Arbeiterkammer (AK), das Sozialministerium (BMASGPK), das Finanzministerium (BMF), das Wirtschaftsministerium (BMWET), das Umweltministerium (BMLUK) sowie die Landwirtschaftskammer vertreten.

Ziel ist es, die Teuerungsbekämpfung aktiv zu unterstützen und durch laufende Marktbeobachtung frühzeitig auf problematische Preisentwicklungen hinzuweisen.

"Schon 2022 wurde eine Untersuchung gegen die Stimme der AK vorzeitig abgebrochen. Genau das darf sich jetzt nicht wiederholen", mahnt Tobias Schweitzer (AK Bereichsleiter Wirtschaft). "Jede Maßnahme, die Licht ins Dunkel unerklärbarer Preissteigerungen bringt, ist ein Fortschritt im Kampf gegen die hohe Inflation", begrüßt auch ÖGB-Bundesgeschäftsführerin Helene Schuberth die neue Untersuchung.

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