Die Brasilien-Reise von Umweltminister Norbert Totschnig (ÖVP) zur Klimakonferenz sorgte am Dienstag für Kritik. Laut einer FPÖ-Anfrage kosteten allein die Flüge für ihn und seine zehnköpfige Delegation 34.714,21 Euro, die Gesamtkosten sind noch offen. FPÖ-Umweltsprecher Thomas Spalt spricht von "nicht zu überbietender Heuchelei". Totschnigs Büro verweist auf eine kleine Delegation und ein "Null-Sterne-Hotel".
Nun sorgen jedoch auch die Kosten für den 14. Umweltkontrollbericht des Klimaministeriums für politischen Zündstoff. Laut einer parlamentarischen Anfrage wurden für die Erstellung 340.038 Euro an Steuergeld ausgegeben. Spalt spricht von einer "unfassbaren und schamlosen Steuergeldverschwendung".
Besonders kritisiert der Freiheitliche den deutlichen Kostenanstieg im Vergleich zum Jahr 2022, als der Bericht noch rund 240.000 Euro kostete. "Im Jahr 2022 hat dieser Bericht noch knapp 240.000 Euro gekostet. Jetzt, drei Jahre später, sind es um über 100.000 Euro mehr. Von Sparsamkeit keine Spur!", so Spalt.
Für zusätzlichen Unmut sorgt der personelle Aufwand: Rund 70 Experten des Umweltbundesamtes hätten laut Anfrage etwa 2.880 Arbeitsstunden für den Bericht aufgewendet. Spalt fordert Konsequenzen und spricht von einem "klassischen Selbstbedienungsladen auf Kosten der Steuerzahler".