Der Krieg im Iran sorgt weltweit für Unruhe – die Folgen sind jetzt auch in Österreich spürbar, vor allem bei den Energiepreisen: Öl und Gas werden teurer, das trifft Autofahrer direkt an der Zapfsäule.
Während aus Deutschland bereits Bilder von langen Schlangen vor Tankstellen kursieren, zeigen aktuelle Fotos aus Oberösterreich sowie ein Video aus Kärnten, wie schnell sich die Lage auch hier zuspitzt.
Am Montag um 10 Uhr betrug der Preis für den Liter Diesel an einer Tankstelle in Wels noch 1,512 Euro, Super 95 kostete 1,454 Euro. Nur wenige Stunden später, um 19 Uhr, dann der nächste Schnappschuss - mit deutlichem Unterschied: Diesel war plötzlich um 1,622 Euro angeschrieben, Super 95 bei 1,532 Euro. Das ist ein Plus von 11 Cent beim Diesel und knapp 8 Cent beim Benzin - an nur einem Tag.
Rund 1,65 Euro pro Liter kostet der Treibstoff Diesel derzeit in Villach, an einer Tankstelle warteten dennoch schon am Montagnachmittag unzählige Autofahrer auf Treibstoff. Ein Leserreporter-Video zeigt den Riesen-Run auf eine Villacher Tankstelle.
Auslöser ist die dramatische Eskalation im Nahen Osten. Der Iran nimmt Raffinerien und Öltanker ins Visier, selbst in der für den weltweiten Ölhandel so wichtigen Straße von Hormus kam es zu Angriffen. Über diese Meerenge wird rund ein Fünftel der globalen Ölmenge transportiert – ein Nadelöhr der Weltwirtschaft. Entsprechend panisch reagieren die Märkte: Der Rohölpreis kennt derzeit nur eine Richtung – nach oben.
Experten rechnen damit, dass die Preise weiter steigen könnten. In Deutschland sprechen Tankstellen-Vertreter bereits von einem regelrechten Ansturm. Viele Autofahrer füllen aus Sorge vor weiteren Erhöhungen noch schnell ihre Tanks.