"Ich denke nur laut nach"

Kompletter Lieferstopp! Putin droht, EU Gas abzudrehen

Über den Umweg eines russischen TV-Interviews, schickte Putin eine Drohung nach Brüssel: Er spiele mit dem Gedanken, die Gaslieferungen einzustellen.
Newsdesk Heute
05.03.2026, 14:11
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Der US-israelische Iran-Krieg treibt neuerlich die Energiepreise in die Höhe. Der Gaspreis ist auf dem höchsten Stand seit mehr als drei Jahren, auch Öl verteuert sich durch die Blockade der Straße von Hormus.

Wladimir Putin wittert darin eine Chance, seine Kriegskassen zu füllen. In einem Interview mit dem russischen Staatsfernsehen am Mittwoch überlegte der Kreml-Herrscher laut, deshalb seine Gas-Lieferungen an die Europäische Union komplett zu stoppen. Damit würde er dem in Brüssel geplanten Importverbot für russisches Gas ab November 2027 deutlich zuvorkommen.

Grund für die Preisexplosion sind die Kriegshandlungen am Persischen Golf. Die Region ist eine der wichtigsten Förderstätten für Öl und Gas. Ein Export über den Seeweg aber nicht mehr möglich. Das trifft unter anderem Flüssiggas (LNG) aus Katar, wo nach einem iranischen Angriff zu Wochenbeginn alle Exporte gestoppt wurden.

Speziell die asiatischen Länder sind davon betroffen und suchen nun händeringend nach alternativen Lieferanten. Knappes Angebot bei hoher Nachfrage lässt jetzt weltweit die Preise nach oben schnellen – auch in Europa.

Im Interview erklärte Putin nun, dass sich für Russland dadurch "andere Märkte öffnen" würden: "Möglicherweise ist es für uns vorteilhafter, die Lieferungen an den europäischen Markt jetzt einzustellen. Wir sollten uns stattdessen auf die sich öffnenden Märkte konzentrieren und dort Fuß fassen", sagte im TV.

Er hege dabei "keinerlei politische Motive", behauptete der Kreml-Kriegstreiber: "Wenn sie uns in ein oder zwei Monaten ohnehin abwürgen wollen, wäre es dann nicht besser, jetzt aufzuhören und uns auf verlässliche Partnerländer zu konzentrieren und dort Fuß zu fassen?"

Nachsatz: "Aber das ist noch nicht entschieden. Ich denke hier nur laut nach. Ich werde die Regierung auf jeden Fall anweisen, in dieser Angelegenheit gemeinsam mit unseren Unternehmen zu arbeiten."

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 05.03.2026, 14:13, 05.03.2026, 14:11
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