Es gibt kein Halten: Seit Beginn der aktuellen Eskalation im Iran sind die Spritpreise in die Höhe geschossen. Am Mittwoch knackten wir an vielen Tankstellen die 1,90-Euro-Marke bei Diesel. Unsere "Heute"-Fotografin war im Gewerbepark Stadlau (Wien-Donaustadt) unterwegs: 1,919 Euro pro Liter Diesel, 1,799 kostete zeitgleich Super.
Vor wenigen Tagen noch waren es um 40 Cent weniger pro Liter!
Noch viel extremer: Auf gewissen Autobahntankstellen – hier liegen die Preise meist höher – werden derzeit pro Liter 1,999 Euro kassiert! Beispiele: Bad Fischau (NÖ) auf der Südautobahn oder am Brenner (Tirol, alle Werte Stand Mittwochnachmittag).
Mit Spannung blickten Konsumenten zu Mittag auf die Zapfsäulen: Nur einmal pro Tag dürfen Tankstellen ihre Preise erhöhen – eben um Punkt 12 Uhr. "Wir haben wieder einen Preisanstieg beobachtet", heißt es aus dem ÖAMTC. Bei Diesel schoss der Preis gleich um durchschnittlich acht Cent in die Höhe, "zum Vergleich: In der Vorwoche waren es 'nur' drei Cent", so ÖAMTC-Experte Dominik Graf nach einer ersten Analyse am Nachmittag.
Bei Super war der Anstieg ein wenig geringer, es ging um sechs Cent hinauf, "hier sind es normalerweise vier Cent." Fix ist: Der Unterschied im Preis zwischen Diesel und Super wird immer größer.
Der ÖAMTC kritisiert: "Die schnelle und für alle spürbare Reaktion an den Tankstellen auf den gestiegenen Rohölpreis ist allerdings nur bedingt nachvollziehbar, denn der Blick auf den Jahresvergleich zeigt eine deutliche Diskrepanz: Der aktuelle Erdölpreis liegt in etwa auf dem Niveau vom Jänner 2025. Dennoch waren die Tankstellenpreise damals – insbesondere bei Diesel – spürbar niedriger als heute."
Tipp der Sprit-Experten: "Am besten am Vormittag tanken, denn Preise dürfen nur um 12 Uhr erhöht werden, aber Preissenkungen sind jederzeit erlaubt."