Die Welt zittert vor den nächsten Eskalationsstufen im Nahen Osten. Die Folgen sind längst bei uns angekommen, das spürte jeder, der seit Samstag tanken war.
Auch "Heute" machte den Check. An einer Tankstelle in Oberösterreich stieg etwa der Dieselpreis zwischen Vormittag und Nachmittag um 11 Cent. Was nach wenig klingt, macht für einmal Volltanken (50 Liter) gleich einen Unterschied von 5,5 Euro aus.
Der Preis wird wohl weiter steigen, sagt Josef Baumgartner, Experte des Wifo, im ORF-TV: "Je länger dieser Krieg andauern wird, desto stärker werden diese Preisanstiege sein." Zusätzlich: Auch der Gaspreis wird in die Höhe gehen, "wir sehen das schon auf dem europäischen Großmarkt."
Der Preisschock allerdings kommt verzögert bei den Haushalten an. Die meisten haben Fixverträge, so der Experte, das bedeutet, über eine gewisse Laufzeit bezahlt man einen vorher ausgemachten Preis. Doch sobald der Vertrag ausläuft, und die Krise länger dauert, wird nach oben "korrigiert".
Damit nicht genug, sollte die Iran-Krise nicht bald beigelegt werden, drohen noch viel mehr Güter des Alltags sich zu verteuern, erklärt Josef Baumgartner: "Dadurch, dass 'Transport' praktisch in jedem Gut enthalten ist, und Treibstoffe dafür benötigt werden, wird sich über kurz oder lang auch bei den Lebensmittelpreisen und bei anderen Produkten ein leichter Preissprung ergeben."
Rainer Will gibt vorerst Entwarnung: "Wie man sieht, ändert sich der Preis an den Zapfsäulen, nicht aber in Supermärkten." Und weiter: "Derzeit können Preise stabil gehalten werden, auch aufgrund regionaler Versorgung."
Doch er gibt zu: "Alles hängt von der Dauer des Konflikts ab." Denn: "Es ist ja überall Energie als Preisfaktor enthalten – in der Landwirtschaft, bei der Produktion und auch im Kühlregal."