Konsequenzen gedroht

"Komplizenschaft": Iran warnt Europa vor Kriegseintritt

Der Iran hat europäische Staaten vor einem Eingreifen in den Krieg gewarnt. Jede Beteiligung würde Teheran als "Kriegshandlung" werten.
Newsdesk Heute
03.03.2026, 15:24
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Mit deutlichen Worten richtet sich Teheran an die europäischen Staaten. Jede Beteiligung am US-israelischen Krieg gegen den Iran werde Konsequenzen haben, heißt es aus dem Außenministerium.

"Jede derartige Handlung gegen den Iran würde als Komplizenschaft mit den Aggressoren" und als "Kriegshandlung" angesehen werden, erklärte am Dienstag der iranische Außenamtssprecher Esmail Bakaei. Hintergrund ist eine gemeinsame Erklärung von Frankreich, Deutschland und Großbritannien.

"Notwendige Maßnahmen ergreifen"

Die Staats- und Regierungschefs der sogenannten E3-Staaten hatten am Sonntagabend betont, sie seien "entsetzt angesichts der wahllosen und unverhältnismäßigen Raketenangriffe des Iran auf Länder in der Region". Teheran müsse "seine rücksichtslosen Angriffe unverzüglich einstellen".

In der Erklärung hieß es weiter, die iranischen Attacken gefährdeten auch militärisches Personal sowie Bürger aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien vor Ort. "Wir werden die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um unsere Interessen und die unserer Verbündeten in der Region zu verteidigen."

Falls erforderlich, könnten dies auch "verhältnismäßige militärische Defensivmaßnahmen einschließen, um die Fähigkeit des Iran, Raketen und Drohnen abzufeuern, an der Quelle zu zerstören".

Wadephul: Keine militärische Beteiligung Deutschlands

Aus Berlin kamen jedoch klarstellende Worte. Der deutsche Außenminister Johann Wadephul schloss am Montag eine militärische Beteiligung Deutschlands an den Angriffen der USA und Israels aus. "Wenn wir keine Absicht haben, dann werden wir das auch nicht machen. Wir beteiligen uns daran nicht", so Wadephul.

Deutschland leite aus der E3-Erklärung andere Konsequenzen ab als die beiden Partnerländer, so der Minister. "Für uns bedeutet es nichts weiter, als dass unsere Bundeswehrsoldaten, wenn sie angegriffen werden würden, sich defensiv verteidigen würden." Weitere "Maßnahmen darüber hinaus" seien nicht vorgesehen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 03.03.2026, 15:24
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