Konflikt im Nahen Osten

Luftraum gesperrt – Frau (23) sitzt auf Malediven fest

Ein Traumurlaub endet im Geldverlust. Eine junge Nürnbergerin wird von ihrer Airline komplett im Stich gelassen.
Newsdesk Heute
03.03.2026, 10:20
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Für die 23-jährige Noelle Janin aus Nürnberg (Deutschland) endet der Traumurlaub auf den Malediven in purem Chaos. Der Iran-Konflikt macht eine Heimreise unmöglich. "Uns war schon am Samstag bewusst, dass der Luftraum schwierig zu durchqueren wird", sagt die 23-jährige laut Nachrichtenagentur Vifogra. Als die Frau gemeinsam mit ihrem Partner am Flughafen in Malé ankommt scheint noch alles ruhig, doch wenig später beginnen die ersten Durchsagen: Alle Flugzeuge bleiben am Boden.

Um 16 Uhr wurde es schließlich eindeutig. Der Luftraum in den Vereinigten Arabischen Emiraten wurde gesperrt.

Auf "Trauminsel" im Stich gelassen

Während andere Airlines versuchten ihre Passagiere zu unterstützen, fehlte von Gulf Air jede Spur, so die Reisende. Wie die junge Nürnbergerin sagte, war am Flughafen weit und breit niemand anzutreffen, der ihr hätte helfen können. Irgendwann eskalierte die Situation: Menschen am Flughafen wurden handgreiflich.

Noelle machte sich mit ihrem Partner in Eigenregie auf die Suche nach einem Hotel. Es wurde zur Mission Impossible, die meisten Hotels der Hauptstadt waren ausgebucht.

2.000 Euro Verlust

Für die Nürnbergerin spitzt sich die Lage zu, die 23-Jährige musste dringend nach Hause, Studium und Job warten. Mehrere Uni-Pflichtveranstaltungen versäumt sie und sie verliert den Lohn einer Woche. "Ich würde sagen, wir bewegen uns jetzt pro Person mittlerweile schon bei 2.000 Euro. Allein der Flug kostet das Dreifache von unserem eigentlichen Flug, die vier Nächte extra hier, dafür haben wir jetzt auch noch mal 600 Euro gezahlt. Mit den Transfers etc. sind wir bei 700 Euro. Kommunikation sind noch mal 40 Dollar pro Person. Und wie gesagt, eine Arbeitswoche die mir bei mir ausfällt. Das sind für mich auch nochmal 400 bis 500 Euro, das muss man als Studentin auch erstmal stemmen können.", so die junge Frau.

Unterstützung? Fehlanzeige

Die Probleme häufen sich: Der Ansturm auf die baldigen Flüge ist derart groß, dass sie einen späteren nehmen wird. Da es auf den Malediven keine deutsche Botschaft gibt, gab es auch hier keine Unterstützung. Die einzige Hoffnung war Booking, hier bot man jedoch nur eine Rückerstattung des Fluges an.

Die restliche Zeit bis zum Abflug verbringt die Studentin auf einer Insel. Mit 5 Tagen Verspätung soll die Nürnbergerin am 5. März endlich wieder auf deutschem Boden landen.

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