Nach den gemeinsamen Militärschlägen der USA und Israels gegen Ziele im Iran rücken nun Details über mögliche Treffer auf ranghohe Vertreter des Regimes in den Fokus. Am Samstagmorgen wurden mehrere Ziele im Land angegriffen, wobei die Attacken offenbar auch auf Spitzen aus Militär und Politik abzielten.
Besonders brisant sind Berichte über einen Treffer auf die Residenz von Ali Chamenei, dem Obersten Führer des Iran. Das Anwesen im Pasteur-Viertel im Zentrum Teherans soll laut der "New York Times" erheblich beschädigt worden sein. Satellitenbilder würden massive Zerstörungen zeigen, Teile des Komplexes seien eingestürzt, zudem sei über dem Gelände eine große schwarze Rauchwolke zu sehen gewesen. Iranische Medien berichten, Chamenei sei bereits vor dem Angriff an einen sicheren Ort gebracht worden.
Auch um Präsident Massud Peseschkian gab es nach den Angriffen Spekulationen. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna ist der iranische Staatschef jedoch "wohlauf und sicher".
Widersprüchliche Angaben gibt es zum Schicksal von Mohammad Pakpour, dem iranischen Generalleutnant und Befehlshaber der Iranischen Revolutionsgarde. Das israelische Portal "Ynet" meldete, Pakpour sei bei einem Angriff am Samstag getötet worden. Er hatte die Führung der Revolutionsgarde nach dem Tod von Hussein Salami übernommen, der im Juni 2025 bei einem gezielten Angriff der israelischen Luftwaffe ums Leben gekommen war. Teheran dementiert allerdings Berichte über Pakpours Tod.
Auch über Ali Schamchani, den ehemaligen Außenminister und Sekretär des Nationalen Sicherheitsrats, wird berichtet, er sei bei den jüngsten Angriffen ums Leben gekommen. Eine offizielle Bestätigung dafür liegt bislang nicht vor. Schamchani war bereits im vergangenen Jahr bei Angriffen schwer verletzt worden.
In sozialen Netzwerken kursieren zudem Meldungen, wonach Gholam-Hossein Mohseni-Ejei, Vorsitzender der Justiz der Islamischen Republik Iran, bei den Angriffen am Samstag getötet worden sein soll. Auch dafür gibt es bislang keine Bestätigung. Mohseni-Ejei war maßgeblich an harten Urteilen gegen Protestierende beteiligt.