Steuergeld

FPÖ kritisiert 800.000 Euro Kosten für Lueger-Denkmal

Die Neugestaltung des Lueger-Denkmals sorgt wegen fast 800.000 Euro Kosten für Kritik an der Wiener Kulturpolitik und Prioritätensetzung.
Newsdesk Heute
03.03.2026, 16:41
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Die Wiener FPÖ schlägt Alarm wegen der hohen Kosten für die Neugestaltung des Lueger-Denkmals. FPÖ-Stadtrat Stefan Berger und der Kultursprecher der Wiener FPÖ, Lukas Brucker, zeigen sich entsetzt darüber, dass für die geplante 3,5-Grad-Neigung der Statue fast 800.000 Euro Steuergeld ausgegeben werden sollen. Die genaue Summe liegt laut einer Anfragebeantwortung von SPÖ-Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler bei insgesamt 776.167,45 Euro, wie es in einer OTS-Aussendung heißt.

Im Detail setzen sich die Kosten so zusammen: Für den Wettbewerb fallen 136.256,71 Euro an, für Bauleistungen 237.547,91 Euro. Die Restaurierung inklusive der 3,5-Grad-Neigung und Vorgaben des Bundesdenkmalamts sowie Maßnahmen gegen Vandalismus schlagen mit 137.549,40 Euro zu Buche. Nebenkosten für Gutachten, Ausschreibungen und künstlerische Leistungen machen 246.553,34 Euro aus, Medienarbeit und Sonstiges kommen auf 18.260,09 Euro.

Berger und Brucker kritisieren: "Während in Wien Museen wie das Schubert-Sterbehaus oder die Haydn-Wohnung geschlossen bleiben, die Hermesvilla seit Jahren auf eine notwendige Renovierung wartet, bei den Vereinigten Bühnen Wien Mitarbeiter gekündigt werden und für das traditionsreiche Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker angeblich kein Geld vorhanden ist, werden hier nahezu 800.000 Euro für eine minimale Schrägstellung eines Denkmals ausgegeben. Das ist kulturpolitisch unverantwortlich."

Schieflage der Kulturpolitik

Die beiden FPÖ-Politiker sehen in den 3,5 Grad das beste Symbol für die Schieflage der Wiener Kulturpolitik: "Diese 3,5 Grad sind das beste Symbol für die tatsächliche Schieflage in der Wiener Kulturpolitik unter SPÖ-Kulturstadträtin Kaup-Hasler. Statt bestehende kulturelle Einrichtungen abzusichern, Kulturschaffende zu unterstützen und Wiener Traditionen zu stärken, wird Geld für ideologisch motivierte Prestigeprojekte verschleudert", so Berger und Brucker weiter.

Die FPÖ betont, dass eine sachliche historische Einordnung des Denkmals selbstverständlich möglich und legitim wäre. "Eine deutlich sichtbare Zusatztafel mit historischer Kontextualisierung wäre ausreichend gewesen – und das zu einem Bruchteil der nun veranschlagten Kosten. Stattdessen entscheidet man sich für teure Symbolpolitik, die weder kulturellen Mehrwert noch nachhaltigen Nutzen bringt", erklären die beiden weiter.

Zum Schluss fordern Berger und Brucker volle Transparenz über alle tatsächlich anfallenden Endkosten sowie eine grundsätzliche Neuausrichtung der Wiener Kulturpolitik: "Jeder Euro Steuergeld muss mit größter Sorgfalt eingesetzt werden. Die Wienerinnen und Wiener haben ein Recht darauf, dass ihre kulturelle Infrastruktur erhalten bleibt und nicht, dass 800.000 Euro für eine 3,5-Grad-Neigung ausgegeben werden."

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