Ausblick auf 2026

Wien Museum lädt ab März "ab auf die Donauinsel"

Der Direktor des Wien Museums präsentierte das Jahresprogramm für 2026. Neue Ausstellungen, aber auch Sparmaßnahmen stehen auf der Agenda.
Wien Heute
22.01.2026, 07:46
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Im Wien Museum läuft derzeit noch bis 22. Februar die Ausstellung "Fleisch", die sich als wahrer Publikumsmagnet entpuppt hat. Doch schon ab 26. März heißt es dann "ab auf die Donauinsel".

Die neue Ausstellung widmet sich der Geschichte und Gegenwart dieses einzigartigen Natur- und Erholungsraums. Wie der ORF berichtet, betonte Museumsdirektor Matti Bunzl bei der Jahrespressekonferenz: "Wir zeigen, wie es zu diesem vielfältigen Natur- und Erholungsraum gekommen ist – und das war eher überraschend."

Die Geschichte von Farben

Eine weitere Schau, die von 30. April bis 27. September zu sehen ist, beschäftigt sich anhand der Sammlung Peschka mit der Verbindung zweier Künstlerfamilien und dem Umgang mit einem künstlerischen Nachlass. Anton Peschka war übrigens der Schwager von Egon Schiele.

Ab Oktober steht dann "Farbenspiel" am Programm. Hinter dieser Ausstellung, die vom 1. Oktober bis 28. März 2027 läuft, steckt laut Bunzl "die Idee, über Mode die Geschichte von Farben anzuschauen". Gemeinsam mit der Albertina Modern würdigt das Wien Museum außerdem den Künstler Franz West, der nächstes Jahr 80 geworden wäre. Während die Albertina Modern den internationalen Künstler ins Zentrum stellt, dreht sich am Karlsplatz ab 6. November alles um "Franz West und Wien".

Das musa soll neu belebt werden

In der Community Gallery rückt heuer die Arena Wien ins Rampenlicht (18. Juni bis 27. September), ebenso wie die lateinamerikanische Gemeinschaft in Wien ("Viena Latina" von 5. März bis 31. Mai) und Menschen mit Down-Syndrom (22. Oktober bis 24. Jänner 2027). Das musa für Wiener Gegenwartskunst soll nach den beiden letzten Ausstellungen unter Berthold Ecker, der in Pension geht, neu belebt werden.

Erfreulich ist auch das große Interesse am Museum. Seit der Wiedereröffnung am 6. Dezember 2023 kamen 1,3 Millionen Gäste ins Wien Museum. Im vergangenen Jahr zählte man 96.657 Besucher. Das sind um rund 47.000 weniger als 2024, was laut Bunzl aber am außergewöhnlich hohen Andrang in den ersten Monaten nach dem Re-Opening lag.

1,2 Millionen Euro Einnahmen 2025

Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ) bezeichnete das Museum als "Bollwerk der Bildung und Wissenschaft". 2025 nahmen 43.717 Personen an Vermittlungsprogrammen teil. Insgesamt wurden 2025 durch Eintritte 1,2 Millionen Euro eingenommen – davon 734.403 Euro am Karlsplatz. "Das ist mehr als je zuvor", betonte die kaufmännische Direktorin Christina Schwarz. Das Modell mit freiem Eintritt zur Dauerausstellung und kostenpflichtigen Sonderschauen sei ein voller Erfolg.

Doch auch das Wien Museum bleibt von den Sparplänen der Stadt nicht verschont. Die Subvention der Stadt wird bei rund 28 Millionen Euro liegen. Gespart werden soll vor allem beim Personal – allerdings "ohne eine einzige Person freistellen oder kündigen zu müssen" – sowie durch zeitweise Schließungen von Außenstellen.

Schuberts Geburtshaus wird renoviert

Als Beitrag zur Sparmaßnahme bleiben seit 1. Jänner Schuberts Sterbewohnung und ab 2. März das Haydnhaus, die Johann Strauss Wohnung und der Neidhart Festsaal für zwei Jahre geschlossen. Auch Schuberts Geburtshaus bleibt zu, allerdings wegen Renovierung. Die Wiedereröffnung mit einer neuen Dauerausstellung ist für Jänner 2028 geplant – dann jährt sich der Todestag des Komponisten zum 200. Mal.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 22.01.2026, 11:33, 22.01.2026, 07:46
Jetzt E-Paper lesen