Die Stimmung zum Jahreswechsel in Österreich ist zwar nicht überschäumend gut, aber auch nicht weiter gekippt. Das zeigt die 54. Neujahrsumfrage der Meinungsforscher von Imas. Der Blick auf 2026 ist demnach von einer Mischung aus Skepsis und leiser Zuversicht geprägt: 33 Prozent der Menschen (Vorjahresumfrage: 34 Prozent) sehen dem neuen Jahr mit Zuversicht entgegen, 34 Prozent (Vorjahr: 33 Prozent) mit Skepsis und 27 Prozent (unverändert) mit Sorge, sechs Prozent wollen sich nicht festlegen.
Stimmungskiller Nummer eins bleibt mit großem Abstand die überbordende Teuerung. Dahinter folgen die negative politische Atmosphäre im Land, Kriege, Zuwanderung bzw. Asylproblematik sowie die unerfreuliche Wirtschaftslage.
Rückblickend sagen immerhin knapp 50 Prozent, dass 2025 für sie ein sehr oder ziemlich gutes Jahr war. Das sind zwar deutlich mehr als die 22 Prozent im ersten Covid-Jahr 2020, allerdings klar weniger als 2019, als dieser Wert bei 69 Prozent lag.
Gerade zum Jahresende zeigt sich jedoch auch ein vertrautes Ritual: Vorsätze. 32 Prozent (der langjähriger Durchschnitt liegt bei 35 Prozent) der Österreicherinnen und Österreicher nehmen sich für 2026 konkret vor, etwas in ihrem Leben zu verändern.
Mehr Bewegung und Sport stehen bei 42 Prozent all jener mit guten Vorsätzen auf dem Programm, dicht gefolgt vom Wunsch, bewusster zu leben und mehr auf sich selbst zu achten mit 35 Prozent. 34 Prozent wollen sich gesünder ernähren, 31 Prozent planen, Familie und Freunden mehr Zeit zu widmen. Auch Ordnung spielt eine Rolle: 24 Prozent nehmen sich fix vor, Dinge wegzuwerfen, die sie nicht mehr brauchen.
Ebenfalls 24 Prozent wollen sparsamer sein, 22 Prozent zum Rauchen aufhören, 20 Prozent den beruflichen Stress reduzieren, 19 Prozent abnehmen. Selbst digitale Auszeiten werden konkreter: 16 Prozent möchten weniger Zeit vor Computer oder Fernseher, zwölf Prozent weniger Zeit in sozialen Medien verbringen.
Auch der Blick über den Tellerrand fehlt nicht: 15 Prozent wollen die Umwelt stärker schonen, 14 Prozent toleranter und hilfsbereiter sein, zwölf Prozent mehr gemeinnützige Arbeit leisten.