Mercedes-Benz steht in den USA vor Gericht: Besitzer von AMG-Modellen haben eine Sammelklage eingereicht. Der Vorwurf: Ein Metalllogo in den Sportsitzen soll sich bei Sonneneinstrahlung so stark aufheizen, dass es zu Verbrennungen kommt.
Die Kläger werfen dem Autobauer vor, trotz des bekannten Risikos weder vor dem heißen Emblem gewarnt noch das Design angepasst zu haben. Das Logo sei so platziert, dass es zwangsläufig den Körper berühre.
Wie es bei CHIP unter Berufung auf Sky News heißt, erlitt ein Fahrer einer Mercedes-AMG E-Klasse aus dem Baujahr 2026 bei Hautkontakt mit dem Logo sogar Verbrennungen zweiten Grades. Die Form des AMG-Schriftzugs soll sich dabei auf der Haut abgezeichnet haben.
In der Klageschrift wird das verbaute Emblem als "erhebliche Gefahr für die Sicherheit" bezeichnet. Mercedes habe laut den Klägern vom thermischen Risiko gewusst, aber weiterhin Fahrzeuge mit den metallischen Emblemen ausgestattet.
Die Betroffenen fordern Schadenersatz, die Übernahme der Behandlungskosten sowie die Kosten für den Ausbau der problematischen Logos. Ein kalifornisches Gericht entscheidet nun über die Zulassung der Sammelklage.
Mercedes hat sich zu dem laufenden Verfahren bisher nicht öffentlich geäußert. Die AMG Performance-Sitze werden übrigens auch in Deutschland angeboten, etwa beim T-Modell der neuen E-Klasse.