An diese Nacht zum Vergessen wird sich ein gebürtiger Vorarlberger (21) wohl ewig erinnen: Der Mann hatte im September im Wiener Volksgarten gefeiert, ehe er im Drogen- und Alkoholrausch auf die wohl dümmste Idee seines Lebens kam und sich mit seiner Freundin in den vor dem Club geparkten Mini seines Kumpels setze und aufs Gas stieg.
Schon beim Abbiegen auf den Ring heftete sich ihm ein Polizeiauto auf die Fersen. Mit 160 Sachen lieferte sich der Lenker, der keinen Führerschein hat, eine Verfolgungsjagd. Dutzende Menschen mussten zur Seite springen. Die Amokfahrt des 21-Jährigen endete erst am Kai – an einem Lichtmast.
Die Beifahrerin ließ der Lenker bewusstlos im Wagen zurück, flüchtete zu Fuß vor den Beamten. Die Frau erlitt Rippenbrüche und eine Leberverletzung, kämpfte sich im Spital zurück. Am Freitag muss sich der inhaftierte Angeklagte wegen Gemeingefährdung, Nötigung und fahrlässiger Körperverletzung am Wiener Landesgericht verantworten. Bis zu zehn Jahre Haft drohen. Verteidiger Florian Kreiner will ein mildes Urteil erkämpfen – es gilt die Unschuldsvermutung.