AMS Wien startet Programm für Umschulungen

Im Rahmen des Pflege-Screenings sollen die Teilnehmer herausfinden, ob ein solcher Job überhaupt für sie passt.
Im Rahmen des Pflege-Screenings sollen die Teilnehmer herausfinden, ob ein solcher Job überhaupt für sie passt.Tobias Steinmaurer / picturedesk.com
Das Wiener Arbeitsmarktservice (AMS) hat am Donnerstag seine Pflege-, Gesundheits- und Sozialschwerpunkte vorgestellt. Mehr dazu hier >>

Wie bereits berichtet investiert das Arbeitsministerium 700 Millionen Euro in eine Corona-Job-Offensive. Schwerpunkte dabei sind Pflege- und Gesundheitsberufe. Am heutigen Donnerstag hat das Wiener Arbeitsmarktservice (AMS) - unterstützt durch den Arbeitsminister Martin Kocher - seine Pflege-, Gesundheits- und Sozialschwerpunkte vorgestellt. Demnach können ab April 500 arbeitslos vorgemerkte Personen in der Bundeshauptstadt ein fünf Wochen dauerndes Pflege-Screening beginnen. Im Rahmen dieses Screenings sollen die Teilnehmer herausfinden, ob ein solcher Job ihnen überhaupt passt.

Zum Screening gehören eine Online-Selbsteinschätzung, das Kennenlernen der Berufe sowie Übungen an einem Pflegesimulator. Die dabei gestellten Fragen beziehen sich auf die pflegerelevante Grundhaltungen der Teilnehmer, persönliche und soziale Kompetenzen, pflegerelevante Belastbarkeit und zeitliche Flexibilität. Grundsätzlich soll auch das Interesse für den Pflegebereich sowie Erfahrungen in selbigem abgefragt werden.

4.400 Einstiege für Zeitraum April 2021 - 2024

Mit der Corona-Job-Offensive will Kocher Arbeitssuchenden auch inmitten der tiefsten Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg eine Perspektive geben. "Wir haben ungefähr 100.000 Personen, die dadurch weiter-, auf- oder umqualifiziert werden können. 37.000 Personen sind mit Stand Ende Jänner 2021 bereits in dieser Corona-Joboffensive", sagte Kocher bei einer Pressekonferenz. Insgesamt würden mit der Job-Offensive etwa 7.500 zusätzliche Aus- und Weiterbildungsplätze im Pflegebereich geschaffen - 940 Plätze würden in der neuen Wiener Pflegestiftung gefördert. Deren Gesamtkosten belaufen sich auf 77 Millionen Euro.

Die Geschäftsführerin des AMS Wien, Petra Draxl, erläuterte, dass man die Berufe von der Pflegeassistenz bis zum diplomierten Personal in einer Wiener Implacementstiftung zusammenfasse. Hier seien rund 4.400 Einstiege in die Ausbildungen für den Zeitraum April 2021 bis 2024 vorgesehen. Dabei ist ein Ausbildungszuschuss von 400€ pro Monat vorgesehen, wie zuletzt auch der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) schilderte. Das AMS sei laut dem Arbeitsminister ein zuverlässigen Partner. 

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