Neue Dokumente setzen Andrew Mountbatten-Windsor (66) erneut unter Druck. Im Zusammenhang mit den Epstein-Akten sind jetzt Details über seine Zeit als britischer Handelsbotschafter, inklusive Millionen-Ausgaben auf Kosten der Steuerzahler, aufgetaucht.
Wie die britische Zeitung "The Telegraph" berichtet, geht es um ein 148 Seiten starkes Dossier, das im Zuge der Ermittlungen rund um Jeffrey Epstein wieder an Brisanz gewonnen hat. Die Unterlagen beleuchten Andrews Tätigkeit als britischer Handelsbotschafter zwischen 2001 und 2011.
Besonders pikant: Bereits 2008 ließ Andrew seine eigene Arbeit offiziell überprüfen. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC kam damals zu einem positiven Ergebnis. In der Analyse hieß es, "dass Seine Königliche Hoheit von britischen Unternehmen sehr geschätzt wird und dass er die Rolle als ein einzigartiges und höchst wertvolles britisches Gut weiterentwickeln sollte."
Die britische Regierung schloss sich dieser Einschätzung damals offenbar an und erhöhte die finanzielle Unterstützung für Andrews Büro und Personal deutlich.
Doch genau diese Kosten sorgten schon damals für massive Kritik. Laut Schätzungen sollen Reisen und Personenschutz des Royals rund 15 Millionen Pfund verschlungen haben. Wegen seiner zahlreichen Flüge bekam Andrew in der Öffentlichkeit sogar den Spitznamen "Air Miles Andy". Kritiker warfen dem damaligen Prinzen vor, geschäftliche Termine auffällig oft mit luxuriösen Golfreisen verbunden zu haben.
Auch der britische Rechnungshof äußerte Kritik. Beanstandet wurde unter anderem die Nutzung von Militärflugzeugen für private Freizeitaktivitäten. Zusätzlich sorgten hohe Einzelkosten, wie eine Hotelrechnung in Bangkok über rund 50.000 Pfund, immer wieder für Schlagzeilen.
Die neuen Dokumente spielen nun auch im laufenden Ermittlungsverfahren gegen Andrew eine wichtige Rolle. Der Bruder von König Charles (77) war im Februar 2026 vorübergehend festgenommen worden.
Die Ermittler prüfen den Verdacht des Fehlverhaltens im öffentlichen Dienst während seiner gesamten Amtszeit als Handelsbotschafter. Laut britischem Recht kann dieser Straftatbestand im Extremfall sogar mit lebenslanger Haft bestraft werden.
Wie "The Telegraph" unter Berufung auf die Zeitung "the i" berichtet, steht insbesondere der Verdacht im Raum, Andrew könnte im Jahr 2010 vertrauliche Handelsberichte an Jeffrey Epstein weitergegeben haben.
Andrew selbst weist seit Jahren jegliches Fehlverhalten zurück. Zu den aktuellen Vorwürfen äußerte sich der ehemalige Royal bislang nicht öffentlich.