Angriff der Klonkrebse: Sci-Fi-Horror in Belgien

Sich selbst klonende Marmorkrebse sorgen für eine Bedrohung der lokalen Umwelt.
Sich selbst klonende Marmorkrebse sorgen für eine Bedrohung der lokalen Umwelt.
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Zweitklassiger Sciene-Fiction Film oder bittere Realität? In Antwerpen werden Marmorkrebse zum echten Umweltproblem und vermehren sich exponentiell.

Ein Marmorkrebs zählt zu den Flusskrebsen und wird zwischen 10 bis 15 Zentimeter groß. Forscher und Experten fürchten diese Art seit jeher, weil die Abstammung unklar und die Fortpflanzung über die sogenannte "Parthenogenese", also Jungfernzeugung geschieht. Der Marmorkebs ist also ausschließlich weiblich und "klont" sozusagen die eigenen Nachkommen. Ein einziges Weibchen kann bis zu siebenmal an die 120 Eier produzieren und sorgt so für eine richtige Invasion in den Flüssen. So passiert es gerade in Antwerpen.

"The Brussels Time" berichtet, dass wohl jemand sein Tier aus dem Aquarium in einen Kanal "entsorgte" und sich Frau Marmorkrebs dachte: "Ich bau' mir mal eine Familie". Klingt absurd, ist aber leider Realität. Kevin Scheers vom flämischen Institut für Natur- und Waldforschung ist ratlos. "Es ist, als ob man versucht, den Ozean mit einem Fingerhut zu leeren", so Scheers zu der Übermacht der Krebse.

Von Menschen gezüchtet?

Der Marmorkrebs greift mit seiner Überpopulation nicht nur fatal ins Ökosystem ein, sondern ist auch ein echter Vielfraß der viele andere Gattungen verdrängt. Bisher sind Wissenschaftler noch am Rätseln, wie man dieser seltsamen Spezies – es wird ja sogar behauptet, dieser spezielle Krebs wurde durch Menschenhand gezüchtet – Herr werden kann. Man kann nur auf baldige Lösung hoffen, sonst heißt es wirklich: Angriff der KlonKREBSE!

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