Angst vor Mutation - Deutschland verschärft Einreise

Demnach wird es in Zukunft nicht nur eine Einreisetestpflicht für Länder mit besonders hohen Infektionszahlen geben, sondern auch für Staaten, in denen die Mutationen vermehrt auftreten. 
Demnach wird es in Zukunft nicht nur eine Einreisetestpflicht für Länder mit besonders hohen Infektionszahlen geben, sondern auch für Staaten, in denen die Mutationen vermehrt auftreten. Stefan Sauer / dpa / picturedesk.com
Wie am Mittwoch mitgeteilt wurde, verschärft Deutschland die Einreisebedingungen für Menschen aus Ländern, in denen Corona-Mutationen auftreten.

Der stark von Corona betroffene Österreich-Nachbar Deutschland verschärft die Einreisebedingungen für Menschen, die aus Ländern einreisen, in denen Corona-Mutationenauftreten. Nach Angaben aus Regierungskreisen bewilligte das Kabinett einen entsprechenden Verordnungsentwurf des Gesundheitsministeriums.

Demnach wird es in Zukunft nicht nur eine Einreisetestpflicht für Länder mit besonders hohen Infektionszahlen geben, sondern auch für Staaten, in denen die Mutationen vermehrt auftreten. Zudem müssen Einreisende aus Gebieten mit besonders hohen Infektionszahlen oder jenen mit vermehrtem Auftreten der mutierten Virusvarianten bereits vor dem Abflug einen negativen Test vorweisen. Nach der Ankunft gelten zudem die Quarantäneregeln.

SMS mit Corona-Auflagen bei Einreise

Zusätzlich werden Mobilfunknetzbetreiber dazu verpflichtet, Personen, die erstmals in Deutschland ankommen, die geltenden Corona-Auflagen ab 1. März per SMS zuzuschicken. Verstöße gegen die neuen Vorschriften sollen mit Bußgeld geahndet werden.

Ausnahmen für Reisende mit einer CoV-Impfung lehnte die Regierung ab. Ein Grund sei, dass noch unklar ist, ob Geimpfte das Virus nicht dennoch weiterverbreiten können, hieß es in Regierungskreisen.

"Risikogebiet" ab 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern

Gestern hatte sich Kanzlerin Angela Merkel sehr besorgt darüber geäußert, dass sich die hochansteckenden Virusmutationen auch in Deutschland ausbreiten könnten, wodurch die Zahlen noch schneller in die Höhe rasen könnten. Zuletzt wurde bekannt, dass überlegt wird, den Lockdown in Deutschland bis Aprilzu verlängern. 

Welche Länder in Deutschland als Risikogebiete gelten, ist auf einer Onlineliste des Robert-Koch-Instituts (RKI) zu sehen. Länder mit mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen gelten als besonders risikoreich. Das RKI betrachtet jedoch bereits Staaten oder Regionen als Risikogebiete, wenn mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner auftreten.

Dazu gehört seit Anfang November 2020 auch ganz Österreich mit Ausnahme der Gemeinden Jungholz (Tirol) und Mittelberg/Kleinwalsertal (Vorarlberg), die auf dem Landweg nur von Deutschland aus erreichbar sind.

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