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"Angst zu duschen" – Applegate spricht über Krankheit

Vor rund zwei Jahren erkrankte Christina Applegate an Multipler Sklerose. Jetzt spricht sie erstmals offen über ihre Krankheit. 

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Christina Applegates Zeiten als Schauspielerin sind wegen ihrer Erkrankung vorbei.
Christina Applegates Zeiten als Schauspielerin sind wegen ihrer Erkrankung vorbei.
IMAGO/Cover-Images

Für Christina Applegate (51) hatten die Ärzte Anfang 2021 schlechte Neuigkeiten. Während der Dreharbeiten zur letzten Staffel ihrer Netflix-Serie "Dead to Me" erreichte sie die Nachricht, dass sie an Multipler Sklerose erkrankt sei. Die Diagnose besiegelte nicht nur das abrupte Ende ihrer imposanten Karriere, sondern auch das Ende des gewohnten Lebensalltags der Mutter einer zwölfjährigen Tochter. In einem Interview mit "Vanity Fair" berichtete sie nun freimütig über die gravierenden Auswirkungen der schweren Krankheit auf ihr Leben.

"Mit der Krankheit MS gibt es nie einen guten Tag. Man hat nur kleine, beschissene Tage. Die Leute sagen etwa: 'Warum duschst du nicht öfter?' Na, weil es mir Angst macht, in die Dusche zu steigen. Man kann fallen, man kann ausrutschen, man kann sich die Beine verbiegen. Vor allem, weil ich eine Glasdusche habe. Es macht mir Angst, da reinzugehen', berichtete sie.

Ihren Alltag bestreitet Christina Applegate mit Hilfe

Die fortschreitende Krankheit wirke sich auf alle Lebensbereiche aus. "Es gibt einfach bestimmte Dinge, die die Menschen in ihrem Leben als selbstverständlich ansehen, die ich als selbstverständlich angesehen habe. Die Treppe hinuntergehen, Dinge tragen – das kann man nicht mehr tun. Das ist echt sch***e. Ich kann immer noch kurze Strecken mit dem Auto fahren. Ich kann meinem Kind das Essen hochbringen. Aber nur hoch, niemals runter."

Zum Glück habe sie viele Menschen um sich, die sie im Alltag tatkräftig unterstützten. Neben ihrem Ehemann, dem Rockmusiker Martyn LeNoble (54), und ihrer Tochter Sadie Grace stünden ihr auch viele Freunde und ärztliche Betreuer zur Seite. "Ich habe eine Freundin, die unter der Woche hier wohnt und mir hilft, mich um Sadie zu kümmern", erläuterte sie. "Und am Wochenende habe ich eine Betreuerin."

Generell vermeide sie jedoch den Kontakt zu vielen Menschen. "Aber ich möchte eigentlich nicht mit vielen Menschen zusammen sein, weil ich immungeschwächt bin. Ich möchte auch nicht, dass mein Nervensystem zu sehr stimuliert wird, weil das für mich ein bisschen zu viel sein kann. Ich möchte es so ruhig und sanft wie möglich halten."

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    Schauspieler Florian David Fitz transportiert seinen Hund auf die etwas andere Art.
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