Nach der Explosion in dem Moskauer Nobelrestaurant "Blazi Rossi" am Samstag ist die Zahl der Todesopfer in der russischen Hauptstadt auf fünf Personen gestiegen. Wie die "Bild" unter Berufung auf russische Behörden schreibt, soll es sich um einen Anschlag gehandelt haben. Das Ziel sei demnach der russische General Alexander Tschajko gewesen.
Zudem sollen sechs Menschen weiter in Lebensgefahr schweben. Unter ihnen soll sich auch die Tochter des hochrangigen Kommandeurs befinden. Tschajko habe in dem Lokal seinen Geburtstag gefeiert. Er steht auf der Sanktionsliste der EU aufgrund von Kriegsverbrechen in Butscha.
Bei dem Sprengkörper soll es sich um eine selbstgebastelte Bombe gehandelt haben. Nach Angaben des russischen Antiterror-Komitees (NAK) wollte eine Frau das Restaurant mit einem Paket betreten, ehe sie von einem Sicherheitsmann aufgehalten wurde. Das Paket soll laut Medienberichten in einem Geschenkkorb gelegen haben. Bei der Kontrolle ging die Bombe dann hoch.
Der Geschenkkorb soll mit tausenden kleinen Metallkügelchen gefüllt gewesen sein, um bei der Explosion möglichst viele Menschen zu verletzen oder zu töten. Unklar ist, ob die Frau über den Inhalt Bescheid gewusst hatte. Bei ihr könnte es sich auch um eine Kurierin gehandelt haben.
Das mutmaßliche Ziel sei bei der Attacke nicht verletzt worden. Die genauen Hintergründe der Tat sind bislang nicht aufgeklärt worden. Fakt ist: In letzter Zeit wurden mehrere russische Offiziere bei Bombenanschlägen getötet. Moskau machte dafür wiederholt die Ukraine verantwortlich. Kiew äußerte sich zu der Explosion in Moskau zunächst nicht.