Extrem-Dürre in Europa

Donaupegel sinkt weiter – Ungarn fährt AKW runter

Die anhaltende Dürre hat dramatische Folgen: Wegen des historischen Niedrigwassers der Donau muss Ungarn sein einziges Atomkraftwerk abschalten.
Newsdesk Heute
03.08.2026, 11:19
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Die anhaltende Trockenheit entwickelt sich zunehmend zu einem Problem für die Energieversorgung. Ausgerechnet zu Beginn einer neuen Hitzewelle verliert Ungarn einen Großteil seiner Stromproduktion: Das Atomkraftwerk Paks, das fast die Hälfte des Strombedarfs des Landes deckt, wird vollständig vom Netz genommen.

Der Grund liegt nicht in einem technischen Defekt, sondern im Fluss direkt daneben. Die Donau führt so wenig Wasser wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Weil das Kraftwerk den Fluss zur Kühlung seiner Reaktoren benötigt, bleibt dem Betreiber nach eigenen Angaben keine andere Wahl als die Anlage vorübergehend stillzulegen.

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Millionen müssen Strom sparen

Die Regierung bereitet das Land bereits auf schwierige Tage vor. Große Industriebetriebe könnten zeitweise vom Netz getrennt werden, wenn sie ihren Verbrauch nicht freiwillig senken. In Ministerien und Behörden wird verstärkt im Homeoffice gearbeitet, die Beleuchtung öffentlicher Gebäude wurde abgeschaltet und auch Unternehmen sollen Energie sparen.

Noch sollen private Haushalte nicht betroffen sein. Ministerpräsident Peter Magyar machte jedoch klar, dass dafür alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft werden müssten.

Angespannte Lage in ganz Osteuropa

Ungarn steht mit seinen Problemen nicht allein da. Auch in Rumänien macht der niedrige Wasserstand der Donau der Energieversorgung zu schaffen. Dort wurde bereits ein Reaktor des Atomkraftwerks Cernavodă abgeschaltet, für August gilt landesweit ein Energienotstand.

In Serbien produzieren wichtige Wasserkraftwerke wegen des Wassermangels deutlich weniger Strom als üblich. Gleichzeitig fehlt Wasser für die Bewässerung großer landwirtschaftlicher Flächen.

Die Donau wird zum Problem

Die Donau ist für viele Länder weit mehr als nur eine Schifffahrtsroute. Sie liefert Kühlwasser für Kraftwerke, speist Wasserkraftwerke und versorgt Landwirtschaft und Industrie. Sinkt der Pegel weiter, geraten immer mehr Bereiche unter Druck.

Mit Temperaturen von bis zu 42 Grad, die in den kommenden Tagen in Ungarn erwartet werden, dürfte sich die Lage zunächst kaum entspannen. Experten rechnen damit, dass der Wasserstand der Donau weiter fällt – und damit auch der Druck auf Europas Energieversorgung weiter zunimmt.

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