Österreich steckt in der nächsten Hitzewelle – und die Grünen üben scharfe Kritik an der Bundesregierung. Aus ihrer Sicht leiste die Regierung zu wenig beim Klimaschutz und verschärfe damit die Folgen der Klimakrise für die Bevölkerung.
Landwirtschaftssprecherin Olga Voglauer warnt, die Klimakrise sei längst Realität. "Europa steht in Flammen, unsere Bäuerinnen und Bauern kämpfen um ihre Ernte, und trotzdem bremst die Bundesregierung den notwendigen Klimaschutz weiter aus", so die Grünen-Politikerin am Samstag in einer Aussendung.
Besonders betroffen seien laut den Grünen Kinder, ältere Menschen und die Landwirtschaft. Kinder könnten in überhitzten Wohnungen kaum schlafen, ältere und pflegebedürftige Menschen litten unter den hohen Temperaturen in Pflegeheimen und Spitälern. Gleichzeitig führten Trockenheit und Hitze zu austrocknenden Böden, sinkender Wasserverfügbarkeit und Ernteausfällen.
"Die Bundesregierung lässt genau jene Menschen im Stich, die den Schutz am dringendsten brauchen. Kinder, ältere Menschen und unsere Bäuerinnen und Bauern zahlen den Preis für eine Regierung, die beim Klimaschutz versagt", kritisiert Voglauer.
Die Grünen verlangen deshalb ein rasches Hitzeschutzpaket. Konkret fordern sie den Ausbau erneuerbarer Energien sowie Klimatisierung und Beschattung für Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser und Pflegeheime. Zudem brauche es mehr Bäume, Entsiegelungsmaßnahmen und kühle öffentliche Rückzugsorte in den Gemeinden.
Mit einer Petition für ihren Fünf-Punkte-Plan gegen die Hitze wollen die Grünen den Druck auf die Bundesregierung erhöhen. Nach Parteiangaben haben bereits mehr als 8.000 Menschen unterschrieben.