Anschober ruft mit Oster-Appell zu diesen Schritten auf

Gesundheitsminister Rudi Anschober (Grüne).
Gesundheitsminister Rudi Anschober (Grüne).Florian Schroetter / EXPA / picturedesk.com
Gesundheitsminister Rudi Anschober gibt die Richtung für die nächsten zehn Tage vor: "Wir müssen die Trendwende schaffen!"

"Wir alle können in dieser gefährlichsten Phase der Pandemie ein Teil der Lösung werden. Durch unser Verhalten, durch die Einhaltung der Maßnahmen, durch eine massive Verringerung unserer Kontakte, durch Mindestabstand, FFP2-Maske und Testungen. Wer dies konsequent macht, schützt sich und die ganze Gesellschaft. Und unsere hervorragenden, aber natürlich begrenzten Behandlungsmöglichkeiten in den Spitälern", appelliert Gesundheitsminister Rudi Anschober (Grüne) am Freitag an die Bevölkerung.

Bereits rund 130 Millionen Menschen wurden in den vergangenen 15 Monaten infiziert; 2,8 Millionen Menschen sind verstorben.

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Sofortmaßnahmen möglich

"Derzeit sind die Intensivstationen in Ostösterreich bereits dramatisch belastet – großteils deutlich stärker als im Krisenherbst des Vorjahres", so der Minister. "Aus Wien etwa werden heute 216 Covid-PatientInnen in Intensivbehandlung gemeldet (die Prognose zeigt bis 14. April sogar einen weiteren Zuwachs auf 270), in Niederösterreich 118 (Prognose 137) und Burgenland 20 (Prognose 25). Die anderen Bundesländern melden ebenfalls deutliche Steigerungen, aber noch nicht diese extreme Belastung der Spitäler der Ostregion. Hier kontrollieren wir sehr präzise und werden Sofortmaßnahmen im Fall besorgniserregender Entwicklungen starten. Die heutigen Infektionszahlen liegen mit 3.137 nach wie vor viel zu hoch, die höchsten Zahlen an Neuinfektionen werden aus Niederösterreich (759) und Wien (670) gemeldet. Und genau bei diesen Neuinfektionen muss uns in den nächsten zwei Wochen eine Notbremse, eine Trendwende hin zu einer massiven Absenkung gelingen, dann schaffen wir es, alle Intensivstationen noch rechtzeitig zu entlasten."

Folgende Gebote sollen wir laut Anschober nun befolgen:

1. Die Osterruhe in Ostösterreich konsequent einzuhalten.

2. Auch in den restlichen Bundesländern die Kontakte in den nächsten Tagen drastisch zu verringern, die nächtliche Ausgangsregelung einzuhalten, Mindestabstand, FFP2-Maske und das Testen konsequent umzusetzen und in den Risikobezirken mit einer Inzidenz über 400 die Zusatzmaßnahmen konsequent zu verwirklichen.

3. Auf Osterreisen zu verzichten.

4. Riskante Sportarten und Risikoverhalten im Autoverkehr zu vermeiden – auch so können die Intensivabteilungen geschützt werden.

5. Diesmal zu Ostern möglichst viele Kontakte auf Skype, Video und Telefon verlegen.

Anschober: "Wir können und müssen heuer zu Ostern die Trendwende hin zu wieder sinkenden Infektionszahlen schaffen. Dann können wir die drohende Überlastung der Intensivstationen und harte Triagen vermeiden. Wir dürfen es nicht zulassen, dass in Österreich kein Platz bleibt für die intensivmedizinische Betreuung von Schwerverletzten und Schwerkranken. Unser Gesundheitssystem ist sehr stark, die MitarbeiterInnen großartig. Aber jetzt brauchen sie uns. Unsere Unterstützung und unsere Mithilfe. Wir alle tragen jetzt Verantwortung, seien wir alle ein Teil der Lösung."

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