Anthropic, das Unternehmen hinter dem KI-System Claude, macht Schluss mit der Gratis-Nutzung von OpenClaw für Abonnenten. Wer den beliebten KI-Assistenten weiterhin nutzen will, muss dafür extra zahlen.
OpenClaw wurde vom österreichischen Entwickler Peter Steinberger als Open-Source-Projekt gestartet und erreichte in kürzester Zeit Millionen Nutzer. Mit dem Tool kann man persönliche KI-Assistenten einsetzen, die Aufgaben in verschiedenen Apps erledigen.
Laut heise.de können sich betroffene Nutzer zu ihrem regulären Abo Zusatzpakete dazubuchen, die dann auch für Drittanbieter-Tools wie OpenClaw nutzbar sind. Wer Claude über die API nutzt, ist von der Änderung nicht betroffen und kann OpenClaw auch weiterhin mit diesem Zugang betreiben.
Der Hintergrund der Entscheidung: OpenClaw mit einem Claude-Abo zu nutzen, war von Anfang an nicht vorgesehen. Der KI-Assistent verbraucht enorm viele Ressourcen. Im Test wurde beobachtet, dass nach nur einem Tag OpenClaw-Nutzung bereits über 109 US-Dollar an KI-Tokens verbraten wurden. Zum Vergleich: Professionelle Entwickler verbrauchen durchschnittlich nur 6 Dollar pro Tag.
Steinberger, der inzwischen bei OpenAI arbeitet, reagierte mit Kritik: Erst würden beliebte Funktionen kopiert, dann würde Open Source ausgesperrt. Anthropic betont hingegen, es gehe allein um technische Kapazitätsgrenzen.
Die Änderung dürfte vor allem private Nutzer treffen. Wer der neuen Regelung nicht zustimmt, soll eine Rückerstattung erhalten.