KI-Krieg der Chatbots

Claude lockt ChatGPT-User mit Gratis-Import

Anthropic macht den Umstieg von ChatGPT auf Claude jetzt gratis. Das neue Memory-Import-Tool soll den KI-Wechsel zum Kinderspiel machen.
Technik Heute
03.03.2026, 21:47
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Claude, der KI-Chatbot von Anthropic, erlebt einen beispiellosen Aufschwung. In den App-Store-Charts hat die KI-App sowohl ChatGPT als auch Google Gemini überholt und steht derzeit auf Platz eins. Der Grund: Anthropic lehnte einen umstrittenen Deal mit dem US-Verteidigungsministerium ab, während Konkurrent OpenAI den Vertrag unterzeichnete.

Dieser Schritt hat für massive Verschiebungen am KI-Markt gesorgt. OpenAI-Chef Sam Altman musste einräumen: "Ich weiß, die Optik ist schlecht." Zahlreiche User riefen zum Boykott von ChatGPT auf und suchten aktiv nach Alternativen.

Wie t3n.de berichtet, nutzt Anthropic den Schwung jetzt gezielt: Mit dem neuen Memory-Import-Tool können User ihre gespeicherten Erinnerungen und Kontexte aus ChatGPT oder Gemini direkt zu Claude übertragen. Was bisher zahlenden Nutzern vorbehalten war, steht ab sofort auch Gratis-Usern offen.

So funktioniert der Wechsel

Der Umstieg ist unkompliziert: In den Claude-Einstellungen findet sich die Import-Funktion. Mit einem vorgefertigten Prompt können User bei ihrem bisherigen KI-Dienst alle gespeicherten Erinnerungen auf einen Schlag exportieren - also persönliche Daten, Vorlieben, Projekte und Stilanweisungen. Das Ergebnis wird dann einfach bei Claude eingefügt.

Auch der umgekehrte Weg ist möglich: Wer will, kann seine Claude-Erinnerungen jederzeit herunterladen und exportieren. Damit bleibt man flexibel und ist an keinen Anbieter gebunden.

Neuer Voice-Mode für Entwickler

Doch Anthropic baut nicht nur beim Memory-Import aus. Auch der Coding-Assistent Claude Code bekommt ein Update: einen Voice-Mode. Per Push-to-Talk können Entwickler Eingaben künftig per Stimme machen oder korrigieren, anstatt alles zu tippen.

Das Feature wird gerade schrittweise ausgerollt und ist vorerst zahlenden Abonnenten der Stufen Pro, Max, Team und Enterprise vorbehalten. Aktuell haben erst fünf Prozent der Nutzer Zugang. Ein Bonus: Der Voice-Mode kostet nichts extra, und die Tokens werden nicht gegen die Rate-Limits gerechnet.

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