Obwohl Elon Musk laut dem Magazin "Forbes" als erster Mensch überhaupt ein Vermögen von rund 600 Milliarden Dollar angehäuft hat, gibt er sich nicht zufrieden. Jetzt verlangt er vor Gericht bis zu 109,4 Milliarden Dollar vom KI-Riesen OpenAI. Wie "20 Minuten" berichtet, geht es dabei um eine angeblich unrechtmäßige Enteignung seiner Investition.
Musk hat OpenAI 2015 mitgegründet und laut seinen Anwälten in der Anfangszeit 38 Millionen Dollar sowie sein Netzwerk und Know-how eingebracht. Dafür fordert er nun einen Anteil am heutigen Wert von OpenAI. Laut einem Experten, den Musks Seite ins Spiel gebracht hat, stehen ihm zwischen 65,5 und 109,43 Milliarden Dollar zu.
Auch von Microsoft, dem wichtigsten Partner und Investor von OpenAI, will Musk Geld sehen: zwischen 13,3 und 25,06 Milliarden Dollar fordert er laut Gerichtsdokumenten. OpenAI selbst hält die Forderungen für "unseriös", wie in einer Stellungnahme an Bloomberg betont wurde.
Musk wirft OpenAI vor, vom ursprünglichen Plan abgekommen zu sein. Die Organisation sollte eigentlich nicht auf Gewinn ausgerichtet sein, sondern mit ihrer Forschung an Künstlicher Intelligenz der Menschheit dienen. Jetzt, so Musk, profitiere vor allem Großinvestor Microsoft – das sei eine "eklatante Verletzung" der Gründungsvereinbarung.
OpenAI hält dagegen: Musk habe die "volle Kontrolle" über das Unternehmen und den Chefposten angestrebt. Außerdem soll er 2018 vorgeschlagen haben, OpenAI mit Tesla zusammenzulegen. In diesem Jahr verließ Musk OpenAI nach einem heftigen Streit. Der Zwist schwelt bis heute weiter – auch auf X liefern sich die Parteien immer wieder Wortgefechte.
2023 gründete Musk seine eigene KI-Firma xAI, deren Chatbot Grok nun gegen ChatGPT antritt. OpenAI ist überzeugt, dass Musk mit der Klage vor allem einen Konkurrenten ausbremsen will. Ein Richter hat allerdings den Antrag von OpenAI und Microsoft abgelehnt, die Klage einfach abzuweisen. Im April soll der Prozess starten.
Schon im Sommer 2025 hatte Musk OpenAI vor Gericht gezerrt, ebenso wie Apple – wegen angeblicher Benachteiligung seines Chatbots Grok. Sechs Monate davor soll er sogar versucht haben, OpenAI zu kaufen.