Fahrbahn-Übergänge sind aus Stahl und müssen regelmäßig getauscht werden. Diese Übergänge geben der Brücke die Möglichkeit sich zu "bewegen". Sowohl Schwingungen, verursacht durch den Verkehr, als auch witterungsbedingte Einflüsse – im Winter zieht sich das Material zusammen, im Sommer dehnt es sich aus – führen zu Bewegungen von Brücken. Der Austausch dieser Übergänge ist notwendig, um diese Beweglichkeit zu erhalten und damit die Brücke vor Schäden zu schützen.
Daher wird ab kommenden Sonntag, 26. Juli, mit dem Tausch des Fahrbahn-Überganges auf der Praterbrücke der A 23 (Südost-Tangente) begonnen. Gearbeitet wird Richtung Norden (Stadlau), die Baustelle liegt genau oberhalb der Donauinsel kurz vor dem Knoten Kaisermühlen. Gearbeitet wird zwischen 22 Uhr und 5 Uhr früh, in dieser Zeit kommt es auch zu Spur-Sperren.
Innerhalb dieser sieben Stunden wird eine Abdeckung, die tagsüber aufliegt, damit der Verkehr wie gewohnt über vier Fahrspuren fließen kann, wie eine Zugbrücke hochgezogen. Die klappbare Spezial-Konstruktion besteht insgesamt aus elf Elementen, die über alle Fahrspuren des Baubereiches gelegt werden. Damit die Abdeckung für die Arbeiten aufgeklappt werden kann, werden auf einer Seite die Schrauben gelöst. Ein Autokran hebt dann eine Platte nach der anderen auf, danach werden sie mit einer Stahlstrebe fixiert. Sind die Platten in aufrechter Position, kann am Fahrbahnübergang gearbeitet werden. Jedes der großen Abdeckelemente wiegt rund vier Tonnen.
Spätestens mit Anfang Oktober schließt die Asfinag die Sanierungsarbeiten auf der Praterbrücke ab, insgesamt werden 3,5 Millionen Euro investiert. Mehr Infos zur Baustelle bietet der Asfinag-Blog unter blog.asfinag.at/auf-der-autobahn/bruecken-dehnungsfugen-fahrbahnuebergaenge/