Nach der bitteren 0:1-Final-Niederlage gegen Spanien lässt Argentinien-Teamchef Lionel Scaloni seine Zukunft offen. "Ich werde mit dem Verbandspräsidenten reden, ich weiß nicht, ob ich die Energie habe, es nochmal anzugehen", sagte der 48-Jährige mit Tränen in den Augen. Danach übermannten ihn die Emotionen.
"Es bildet sich kaum noch einmal eine so wunderbare Gruppe wie diese, und es tut mir in der Seele weh. Es ist sehr schwer, und es ist wirklich schmerzhaft. Es tut mir sehr leid", sagte Scaloni, ehe er die Pressekonferenz abbrach.
Von den argentinischen Journalistinnen und Journalisten im Saal kam aufmunternder Applaus.
Scaloni hatte die "Albiceleste" 2018 übernommen und vier Jahre später zum dritten WM-Titel nach 1978 und 1986 geführt. Der Ex-Profi, der wie Lionel Messi aus Rosario stammt, trug das verlorene Endspiel, in dem seine Mannschaft nahezu chancenlos war, mit Fassung und Größe. Er gratulierte Spanien zum verdienten Sieg, dann kämpfte er vergeblich mit den Tränen.