Österreich bekommt vor dem Kracher gegen Argentinien (19 Uhr) viel Lob vom Weltmeister. Teamchef Lionel Scaloni machte auf der Abschlusspressekonferenz im Dallas Stadium klar, dass er die ÖFB-Auswahl keineswegs unterschätzt.
Besonderen Respekt hat der Weltmeister-Trainer vor ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick, der im Vorfeld des Spiels in Argentinien als "Vater des Gegenpressings” betitelt wurde. Scaloni hofft, dass der Deutsche die Schwächen seiner Mannschaft nicht entschlüsselt hat. „Wie jede andere Mannschaft haben auch wir Schwächen. Hoffentlich wird Österreich unsere Schwächen nicht finden", erklärte Scaloni mit einer großen Portion Respekt.
"Ich erwarte ein kompliziertes Spiel", betonte der 48-Jährige. Österreich verfüge über "sehr gute Spieler", die enormen Druck erzeugen können. "Sie spielen sehr vertikal. Das ist wirklich ein ernst zu nehmender Gegner", betonte der Argentinier. Zudem erinnerte Scaloni daran: "Bei einer WM gibt es nie einfache Spiele."
Auch die bei dieser WM eingeführten Trinkpausen waren Thema. Scaloni sieht darin durchaus Vorteile für Trainer, weil sie zusätzliche Möglichkeiten bieten, auf das Spiel einzuwirken. "Aber grundsätzlich sind sie ein Vorteil für das schwächere Team", meinte der Weltmeister-Coach und geht dabei auf den unterbrochenen Spielfluss ein.
Auch Chelsea-Star Enzo Fernandez warnte vor der österreichischen Auswahl. Der Mittelfeldspieler erwartet eine unangenehme Aufgabe gegen die Rangnick-Elf. "Die Österreicher spielen sehr direkt, lassen einem zwar Platz, sind aber stark im Mittelfeld. Da müssen wir achtsam und aggressiv sein", sagte Fernandez. Zudem habe er den Eindruck, "dass bei dieser WM viele Mannschaften für Überraschungen sorgen".
Personell könnte Argentinien im Vergleich zum Auftaktsieg gegen Algerien leicht verändert auflaufen. Rechtsverteidiger Gonzalo Montiel soll mit muskulären Problemen im Oberschenkel kämpfen. Für ihn dürfte Nahuel Molina von Atletico Madrid beginnen. Auch im Angriff könnte es eine Änderung geben. Julian Alvarez gilt als Kandidat für die Startelf und könnte Lautaro Martinez verdrängen. Scaloni stellte jedoch klar, dass alle Spieler seines Kaders grundsätzlich einsatzbereit seien.