Armin Wolf entschuldigt sich für kuriosen Versprecher

Armin Wolf musste sich entschuldigen. Archivbild. 
Armin Wolf musste sich entschuldigen. Archivbild. ORF/screenshot
Am Dienstag unterlief ORF-Journalist Armin Wolf ein verbaler Versprecher. Noch während der Sendung entschuldigte er sich für seinen Fauxpas. 

Im Gespräch mit Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) versuchte Armin Wolf am Dienstagabend herauszufinden, seit wann Kogler von den konkreten Rücktrittsgedanken von Rudolf Anschober wusste, ob Wolfgang Mückstein ein geeigneter Nachfolger sei und wie es um das Koalitionsklima bestellt ist. Kogler antwortete wie gewohnt ausufernd, sodass Armin Wolf mit dem Verweis "über der Zeit zu sein" das Interview beendete.

Im Eifer des Gefechts kam es dabei zu einem verbalen Missgeschick des Moderators. Ausgangspunkt war die Abschiedsrede Anschobers, der sich bei Mitarbeitern, Parteifreunden und Weggefährten, nicht aber bei Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) oder sonstigen ÖVP-Regierungsmitgliedern bedankte. 

Wolf löst Situation gekonnt

So wollte Wolf dem Grünen-Chef ein Zahlenspiel herauslocken und fragen wie hoch dieser die Wahrscheinlichkeit einschätzt, dass die Koalition über die volle Legislaturperiode halten wird. Anstatt zu Fragen, ob die Koalition für fünf Jahre hält, fragte Wolf ob die Regierung die kommenden fünf Tage hält. Entweder Kogler überhörte den Versprecher oder er überging in galant. Denn der Vizekanzler antwortete, dass die Zahl fast bei 100 Prozent liege, jedenfalls deutlich näher als bei null. 

Nach dem Interview wandte sich der Anchorman dann ans ORF-Publikum: "Wie uns in der Zwischenzeit einige Zuschauer mitgeteilt haben, habe ich Vizekanzler Werner Kogler versehentlich gefragt, ob die Koalition denn noch fünf Tage halten werde. Da wären (die von Kogler angegebenen, Anm.) 100 Prozent Wahrscheinlichkeit wahrscheinlich kein großes Risiko gewesen. Ich habe mich natürlich versprochen und meinte fünf Jahre. Pardon", löste Wolf die Situation mit einem Augenzwinkern auf. Doch auch das ist nicht ganz korrekt: Da Türkis-Grün bereits seit Jänner 2020 amtiert, dauert die Legislatur-Periode keine fünf Jahr mehr.

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