Armut macht unsere Gehirne klein

Wohlbetuchte Kinder von gut ausgebildeten Eltern haben größere Gehirne und schneiden bei Intelligenztests besser ab als Kinder aus weniger begütertem Hause. Die Entwicklung kann aber korrigiert werden, wie die Experten von der "University of Southern California" im Rahmen einer Studie herausfanden.

Wohlbetuchte Kinder von gut ausgebildeten Eltern haben größere Gehirne und schneiden bei Intelligenztests besser ab als Kinder aus weniger begütertem Hause. Die Entwicklung kann aber korrigiert werden, wie die Experten von der "University of Southern California" im Rahmen einer Studie herausfanden.

Mehr als 1.000 Kinder im Alter von 3 und 20 Jahren wurden im Rahmen der Studie untersucht, wie die Fachzeitschrift "Nature Neuroscience" berichtet. Die Probanden stammen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten, einige waren aus wohlhabenderen andere aus ärmeren Familien.
Im Rahmen der Untersuchung wurde der die Ausbildung der Eltern im Zusammenhang mit der Hirnoberfläche der Kinder untersucht. Die Studie zeigt den Autoren zufolge, dass das soziale Umfeld einen großen Einfluss auf die Frühentwicklung des Gehirns hat. Besonders große Unterschiede wurden demnach in den Zonen des Gehirns festgestellt, die für das Sprechen und Lesen, das Gedächtnis, die Entschlussfähigkeit und das räumliche Vorstellungsvermögen ausschlaggebend sind.

Effekte können korrigiert werden

Besonders deutlich seien die Unterschiede im unteren Bereich der Skala - also bei Jahreseinkommen zwischen umgerechnet 28.000 und knapp 46.000 Euro.
Es besteht allerdings kein Anlass zur Panik: Die Entwicklung kann korrigiert werden, heißt es in der Studie weiter. Bereits kleine Verbesserungen, beispielsweise regelmäßiges Schulessen, könnten einen Unterschied machen.

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