Durch den Heimsieg gegen die Schweden hat Österreichs Nationalteam einen großen Schritt in Richtung EM-Qualifikation gemacht. Rot-Weiß-Rot führt die Qualifikationsgruppe F mit zehn Punkten aus vier Spielen an. Die Schweden haben bei einem Spiel weniger bereits sieben Punkte Rückstand auf die ÖFB-Auswahl. Die Top-Zwei jeder Gruppe schaffen den Sprung zur EM-Endrunde nach Deutschland. "Das war ein Sechs-Punkte-Spiel gegen einen direkten Konkurrenten. Es liegt nun komplett selbst in unserer Hand. Das ist ein gutes Gefühl", so Teamchef Ralf Rangnick.
Marko Arnautovic konnte den Erfolg nicht in vollen Zügen genießen. Der Grund? "Ich kann mich kaum bewegen, habe Schmerzen im Fuß." Auch was die Euphorie betrifft hält er sich zurück: "Wir reden noch nicht von der EM. Es ist ein großer Schritt, aber wir dürfen es nicht auf die leichte Schulter nehmen. Wir haben noch vier Spiele, wir wollen auch diese vier Spiele gewinnen."
Trotzdem ist die Freude über den Sieg gegen Schweden und das 1:1 gegen Belgien groß: "Wir wissen genau, wer Belgien ist und wer Schweden ist, das sind zwei Topnationen, die nicht einfach zu schlagen sind. Aber jeder wäre ein bisschen enttäuscht gewesen, hätten wir heute nicht gewonnen. Wir haben uns das verdient." Arnautovic bedauert nur die eigene Form: "Es tut mir selber weh, ich weiß, was ich kann und wie ich der Mannschaft helfen kann. Aber jetzt kann ich nicht den letzten Sprint machen, jeder Ballkontakt schmerzt, du bist mit dem Kopf nicht dabei."
Vor dem Spiel hatte Arnautovic noch in einem Podcast mit David Alaba mit lockeren Sprüchen für Furore gesorgt – und erklärt, dass ihm wegen seines berüchtigten "Ich kaufe dein Leben"-Sagers eine Menge Geld durch die Lappen ging. Kumpel Alaba jedenfalls jubelte nach dem Spiel emotional. "GEMMA! Sieg in Wien! Ich liebe dieses Team und diese Nation" schrieb der Real-Legionär zu einem Jubelbild aus dem Prater auf Twitter.