Arnautovic-Sperre: Diese Optionen hat Teamchef Foda

David Alaba mit Teamchef Franco Foda.
David Alaba mit Teamchef Franco Foda.Gepa
Showdown in Amsterdam! Das ÖFB-Team strebt am Donnerstag nach der EM-Sensation und dem Aufstieg ins Achtelfinale – ohne Stürmerstar Marko Arnautovic.

Der Kracher gegen die Niederlande steht vor der Tür! Am Donnerstag (21 Uhr im "Heute"-Liveticker) trifft Österreich im zweiten Gruppenspiel der Europameisterschaft in Amsterdam auf Gruppenfavorit Holland.

Der Auftakt ist beiden Teams gelungen. Österreich schlug Nordmazedonien am Sonntag mit 3:1. Die Niederlande setzten sich in einem spektakulären Match gegen die Ukraine spät mit 3:2 durch. Beide Nationen könnten am Donnerstag jeweils mit einem Sieg das Ticket fürs Achtelfinale lösen. Mit sechs Punkten wäre der Aufstieg so gut wie fix – denn auch die vier besten Gruppendritten qualifizieren sich für die K.o.-Phase.

Nach dem 3:1, dem ersten österreichischen Sieg bei einer EURO, ist die EM-Euphorie spürbar. Die Vorfreude auf den Gruppen-Hit gegen Holland trübt nur eines: Die Sperre von Marko Arnautovic. Der China-Legionär schoss am Sonntag das entscheidende dritte Tor, nachdem er eine halbe Stunde vor Schluss eingewechselt worden war. Der Torjubel sollte um die Welt gehen. Arnautovic beleidigte Nordmazedoniens Ezgjan Alioski und wurde dafür am Mittwoch für ein Spiel gesperrt – also gegen die Niederlande.

Wie plant Foda?

Teamchef Franco Foda muss also umdenken. Er hätte Arnautovic, der kurz vor der EM von einer Verletzung zurückgekehrt war, in der Startelf gebracht, wie er am Mittwoch durchklingen ließ. Jetzt braucht er einen Plan gegen die Niederlande. Folgende Optionen hat er.

Gegen Nordmazedonien begann Österreich in einer 3-5-2-Formation. Die Doppelspitze bildeten Stuttgart-Legionär Sasa Kalajdzic und Hoffenheims Christoph Baumgartner. Der junge Baumgartner schon sich in seiner Rolle noch nicht zurechtzufinden, hing über weite Strecken in der Luft. Der 21-Jährige fühlt sich im offensiven Mittelfeld am wohlsten. Kalajdzic sah ebenfalls wenige Bälle. In der ersten Hälfte vergab er nach einer Sabitzer-Flanke per Volley aus kurzer Distanz die große Chance auf das mögliche 2:0.

Foda muss sich also überlegen, ob er auch gegen Holland, das selbst mit Dreierkette und offensiv ausgerichteten Wingbacks auf der Außenbahn agiert, dieselbe Formation aufs Feld schicken will. Er könnte sich für ein 4-2-3-1 entscheiden – mit Kalajdzic als Solospitze und Baumgartner dahinter im offensiven Mittelfeld oder auf dem Flügel.

Einer wäre mit diesem Plan wohl nicht ganz einverstanden: Michael Gregoritsch. Der Augsburg-Stürmer hat sich am Sonntag in die Auslage gespielt. Er war gemeinsam mit Arnautovic nach einer Stunde ins Spiel gekommen. Zusammen änderten sie die Dynamik völlig. Gregoritsch scheiterte erst mit einem Kopfball nur knapp am gegnerischen Goalie, dann erzielte er nach Alaba-Hereingabe das spätere 2:1-Siegestor. Foda könnte also durchaus mit Gregoritsch als Spitze oder Partner von Kalajdzic im Sturm überraschen.

Mit Karim Onisiwo steht ein weiterer Stürmer im Kader. Für den Mainz-Legionär würde das Tempo sprechen. Allerdings stand er zuletzt in der Hackordnung klar hinter Kalajdzic, Baumgartner und Gregoritsch. 

Zur Erinnerung: Lorients Stürmer Adrian Grbic, im März noch ÖFB-Torschütze in der WM-Qualifikation, wurde von Foda nicht für die EURO nominiert. Wie auch Gregoritsch kam er in der abgelaufenen Saison im Klub nur bedingt zur Geltung.

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