ÖFB-Star mit Brandrede

Arnautovic über Yamal: "Lasst den Jungen doch in Ruhe"

Marko Arnautovic weiß, was öffentlicher Druck bedeutet. Das verbindet ihn mit Lamine Yamal. Der Barca-Superstar steht beim Österreicher hoch im Kurs.
Sport Heute
23.04.2026, 06:00
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Lamine Yamal ist 18 Jahre alt, aber bereits Europameister mit Spanien und zweifacher La-Liga-Champion mit Barcelona. Er feierte 2023 mit 15 (!) sein Profi-Debüt für die Katalanen, wurde später zum jüngsten Spieler und Torschützen der Nationalmannschaft. Von Fans und Kritikern wird der Youngster als "Wunderkind" verehrt.

Auch ÖFB-Routinier Marko Arnautovic ist vom Können des Spaniers angetan. Der rot-weiß-rote Goalgetter schaltete im Vorjahr mit Inter Mailand Barcelona im Champions-League-Halbfinale aus (3:3 und 4:3 nach Verlängerung). "Aber ich weiß nicht, wie wir gewonnen haben", gesteht der Stürmer im ServusTV-Gespräch.

Vor allem Yamal habe ihn beeindruckt. "Ich habe noch nie so eine Demonstration von einem Jungen gesehen – und ich habe alle Weltstars gesehen", sagt "Arnie".

Arnautovic mag Kicker "mit dem Wow-Effekt". "Ich feiere das. Ich genieße es, wenn ich einem Pedri oder Lamine Yamal zusehe. Die glauben, das Feld ist ein Spielplatz. Für mich war das im Kopf auch immer so."

Österreichs Rekordspieler kritisiert jedoch den Umgang mit den Mega-Talenten. "Es ist gefährlich. Denn wenn Barca nicht gewinnt, ist Yamal schuld. Dann heißt es, warum macht er nur zwei und nicht drei Tore. Es ist so ein Druck."

Arnautovic holt zu einer Brandrede aus. "Lasst ihn doch einfach in Ruhe. Genießt ihn. Die Leute wollen jeden Spieler fertigmachen, sind eifersüchtig. Aber warum? Warum tut es so weh, wenn jemand großes Talent hat und Außergewöhnliches kann? Haltet doch euren Mund und genießt. Oder nimm Vini Jr. Sicher ist er provokant, aber lasst ihn doch. Es ist so eklig geworden. Die Leute schätzen es nicht mehr."

Der ÖFB-Kicker meint abschließend: "Ich lese keine Nachrichten. Ihr könnt mir also schreiben, was ihr wollt, ich lese es nicht." Und: "Ich liebe alle meine Hater. Am liebsten würde ich sie alle beschenken."

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