22 Jahre Durststrecke könnten für Arsenal schon heute vor den TV-Geräten enden, sollte Manchester City in Bournemouth patzen. Ansonsten hätten es die "Gunners" in der letzten Runde der Premier League am kommenden Sonntag zu Gast bei Oliver Glasners Crystal Palace selbst in der Hand, den ersten Meistertitel seit 2004 zu feiern.
Die Nordlondoner setzten sich am Montagabend daheim gegen Fixabsteiger Burnley mit 1:0 durch. Goldtorschütze: Kai Havertz nach einem Eckball – die größte Waffe in dieser Saison.
Diskutiert wurde im Nachgang aber nur über zwei Szenen. Eine, in der Havertz nach einem rüden Tackling mit aufgestellter Sohle, von hinten in die Beine seines Gegenspielers, ohne Ausschluss davongekommen war – es wäre das erste Rot für Arsenal im laufenden Bewerb gewesen. Die zweite Situation sorgte aus gänzlich anderen Gründen für Aufsehen.
Piero Hincapie präsentierte beim möglichen Meisterstück des Tabellenführers live im TV vor einem Millionenpublikum seinen Allerwertesten. Im Zweikampf mit Axel Tuanzebe kam der Ecuadorianer zu Fall, der Gegner blieb obendrein noch in der Hose des Arsenal-Verteidigers hängen. Daraus resultierten Bilder, die mehr an eine kultige Waggon-Szene mit Bully Herbig aus dem Film "Schuh des Manitu" erinnerten, denn an Fußball.
Hincapie schlitterte mit der Hose in den Kniekehlen am Bauch liegend über den Rasen. Sein blanker Hintern blitzte nicht nur hervor: Er wurde sowohl in den Livebildern als auch auf Agenturfotos hochauflösend und zur Gänze für die Nachwelt festgehalten.
Die Szene sorgt im Netz für große Belustigung. Wie es derzeit aussieht, wird Hincapie aber spätestens am Sonntag zuletzt lachen und mit seinen Kollegen die Premier-League-Trophäe stemmen.