Badetag wird zum Fiasko

Ast zerstört Familienauto – doch zahlen will niemand

Ein Familienausflug ins Freibad Hausmening endete mit einer bösen Überraschung: Ein riesiger Ast krachte auf das geparkte Auto einer Familie.
Maxim Zdziarski
29.08.2026, 11:01
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Eigentlich wollte eine Familie mit ihren beiden Kindern nur einen entspannten Sommertag im Freibad Hausmening verbringen. Ihr Auto stellten die Eltern auf dem Gemeindeparkplatz ab und gingen anschließend ins Bad. Doch während die Familie dort eine Abkühlung von den heißen Temperaturen genoss, passierte draußen das Unglück.

Ein großer Ast brach von einem Baum ab und krachte direkt auf das abgestellte Fahrzeug. Die Folgen waren enorm: Front- und Heckscheibe wurden zerstört, auch Dach und Heckklappe schwer beschädigt.

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Polizei und Feuerwehr rückten schließlich an und sicherten den Bereich ab. Ein Teil des Parkplatzes wurde anschließend abgesperrt.

"Was, wenn dort gerade ein Kind gestanden wäre?"

Besonders rätselhaft ist für die Familie, wie es überhaupt zu dem Vorfall kommen konnte. Am besagten Tag gab es weder einen Sturm noch starken Wind. Vor Ort sei der Familie mitgeteilt worden, dass der betreffende Baum angeblich gesund gewesen sei. Gerade deshalb bleiben für die Eltern viele Fragen offen.

"Am wichtigsten ist für uns, dass niemand verletzt wurde", schildert die Familie. Trotzdem lasse sie der Gedanke nicht los, was wenige Augenblicke früher oder später hätte passieren können.

Denn hätte gerade jemand neben dem Auto gestanden, wäre der Vorfall womöglich nicht nur mit einem Sachschaden ausgegangen. "Was wäre gewesen, wenn jemand gerade ausgestiegen wäre oder sein Kind angeschnallt hätte?" Diese Frage beschäftigt die Eltern bis heute. Ein Ast dieser Größe hätte schließlich schwerste Verletzungen verursachen können.

Familie bleibt auf Schaden sitzen

Doch nach dem ersten Schock folgte für die Familie die nächste böse Überraschung. Mittlerweile habe sie sowohl von der eigenen Versicherung als auch von der Versicherung der Gemeinde eine Antwort erhalten.

Obwohl für das Fahrzeug eine Teilkaskoversicherung besteht, werde der entstandene Schaden nicht übernommen. Auch die Versicherung der Gemeinde lehne eine Übernahme der Reparaturkosten ab. "Somit möchte niemand die Verantwortung für den entstandenen Schaden übernehmen und wir bleiben als Familie mit dem gesamten Problem alleine", ärgern sich die Betroffenen. Ein Gutachten schätzte die Reparatur des VW Passat auf rund 11.400 Euro.

Gerade mitten in den Sommerferien sei die Situation besonders belastend. Die Familie hat zwei Kinder, das schwer beschädigte Auto sei derzeit praktisch nicht mehr nutzbar.

Familie fordert Antworten von Gemeinde

Auch von der Gemeinde selbst habe die Familie auf ihre schriftliche Anfrage bislang keine Antwort erhalten. Lediglich die Information, dass der Baum gesund gewesen sein soll, sei ihr mitgeteilt worden.

Die Eltern wollen nun unter anderem wissen, wann der betreffende Baum zuletzt kontrolliert wurde und weshalb die Gemeinde keine Verantwortung für den entstandenen Schaden übernehmen will.

Baumkontrolle war in Ordnung, daher zahlt niemand

"Heute" fragte bei der Stadtgemeinde nach, warum die Familie auf den Kosten sitzen bleiben solle. Die Stadtgemeinde betont, dass ihre Bäume aus Sicherheitsgründen regelmäßig kontrolliert werden. Allerdings würden die anhaltende Hitze und Trockenheit in diesem Sommer selbst gesunde Bäume stark belasten. Der betroffene Bereich beim Parkplatz sei zuletzt am 24. Juni 2026 von einem externen Fachunternehmen überprüft worden.

Weil bei der Überprüfung sei alles in Ordnung gewesen sein soll, werde auch die Versicherung der Gemeinde den Schadensfall nicht übernehmen. So sehe nun mal die geltende Rechtslage aus, erklärt man weiter. Der Familie hilft das aber nicht. Sie hat den VW unter der vermeintlich gesunden Baum geparkt – und hat jetzt das Nachsehen. Wer den Schaden übernimmt, bleibt fraglich. Die Geschädigten wollen sich rechtlich beraten lassen.

{title && {title} } zdz, {title && {title} } 29.08.2026, 11:01